Blindenfußball-Bundesliga startet in Erfurt

Endlich ist es wieder soweit! Auch in der Blindenfußball-Bundesliga(DBFL) rollt ab dem kommenden Wochenende wieder das Rasselnde Leder. In Erfurt startet die 13. Saison, in der insgesamt sechs Teams, um den Titel kämpfen. Perspektivwechsel hat die wichtigsten Infos zu den teilnehmenden Mannschaften, dem Spielmodus und Spielorten zusammengestellt

Diese Teams sind dabei

Sechs Teams aus ganz Deutschland kämpfen um die begehrte Trophäe. Die Fans dürfen sich dieses Jahr über einen prominenten Neuling freuen. Hertha BSC Berlin, bekannt aus der Bundesliga im sehenden Fußball gründete jüngst eine eigene Abteilung für Blindenfußball und geht in einer Spielgemeinschaft mit dem PSV Köln nun auch in der Blindenfußball-Bundesliga auf Titeljagd. Insgesamt setzt sich das Teilnehmerfeld aus folgenden Teams zusammen: Sportfreunde blau-gelb Blista Marburg (Titelverteidiger), FC ST. Pauli, FC Schalke 04, Borussia Dortmund, MTV Stuttgart SG PSV Köln/Hertha BSC Berlin.

Der Modus

Die Corona – Pandemie hat auch Auswirkungen auf den Blindenfußball. So wurde der Liga Start von Mitte Mai auf Mitte September verlegt. Doch auch im Spielbetrieb sind die Auswirkungen noch spürbar. So wird der deutsche Meister nicht wie in den letzten Jahren in Hin- und Rückrunde ausgespielt, sondern in einer einzigen Runde jeder gegen jeden und einem Finalspieltag, an dem der Fünftplatzierte gegen den Sechsplatzierte, der Drittplatzierte gegen den Viertplatzierten und der Erstplatzierte gegen den Zweitplatzierten die Abschlusstabelle ausspielen. Ebenfalls anders ist, dass zwischen den einzelnen Spieltagen nicht wie sonst üblich 4-6 Wochen liegen, sondern dass die gesamte Saison im Zeitraum vom 12.09. bis zum 24.10. ausgetragen wird. Insgesamt gibt es vier Spieltage. Diese finden neben Erfurt noch in Dortmund (19.09. – 20.09.), Hamburg (10.10. – 11.10.) und Magdeburg (24.10.) statt. Somit wird diese Saison mit Abstand die kürzeste in der Geschichte des deutschen Blindenfußballs sein.

Wer ist Titelfavorit?

Wurde die Liga in ihren anfangs Jahren vor allem von Stuttgart und Marburg dominiert, kristallisierte sich in den letzten Jahren vor allem das Duell zwischen dem FC St. Pauli und Marburg als Kampf um den Titel heraus. Dennoch ist eine Prognose dieses Jahr besonders schwierig. Es bleibt abzuwarten, wie die einzelnen Teams die coronabedingte Trainingspause verkraftet haben, und welche Mannschaft am besten mit dem dicht getakteten Spielplan zurecht kommen wird.

Der Spielplan

1. Spieltag, 12.09. in Erfurt(Domplatz):

11:00 Uhr: SF BG Blista Marburg – FC Schalke 04

13:00 Uhr: FC St. Pauli – Borussia Dortmund

15:45 Uhr: SG PSV Köln / Hertha BSC – MTV Stuttgart

2. Spieltag, 19.09.-20.09. Dortmund(Derner Str. 423B):

Samstag:

10:00 Uhr: SF BG Blista Marburg – FC St. Pauli

13:00 Uhr: Borussia Dortmund – MTV Stuttgart

16:00 Uhr: FC Schalke 04 – SG PSV Köln / Hertha BSC

10:00 Uhr: FC St. Pauli – MTV Stuttgart

Sonntag:

13:00 Uhr: SF BG Blista Marburg – SG PSV Köln / Hertha BSC

15:0 0:00 Uhr:

Borussia Dortmund – FC Schalke 0415:0 0:00 Uhr:Borussia Dortmund – FC Schalke 04

Dritter Spieltag, 10. Oktober – 11. Oktober Hamburg (Borgweg 17A)

10:00 Uhr:SG PSV Köln / Hertha BSC – Borussia Dortmund

13:00 Uhr: SF BG Blista Marburg – MTV Stuttgart

16:00 Uhr: FC St. Pauli – FC Schalke 04

Sonntag:

10:00 Uhr:SF BG Blista Marburg – Borussia Dortmund

13:00 Uhr: MTV Stuttgart – Fc Schalke 04

15:00 Uhr: FC St. Pauli – SG PSV Köln / Hertha BSC

Vierter Spieltag, 24. Oktober Magdeburg (Domplatz)

10:30 Uhr: Spiel um Platz 5

14:00 Uhr: Spiel um Platz 3

15:45 Uhr: Spiel um Platz 115:45 Uhr: Spiel um Platz 1

Das online Portal blindenfussball.net bietet Audio – Spielbeschreibungen zu allen Spielen, sowie ausführliche Hintergrund Infos an. Auf Perspektivwechsel gibt es zeitnah alle Ergebnisse und wichtigsten Infos kurz zusammen gefasst.

Corona-Krise: Ein Wochenbericht aus dem Home-Office

Keine Frage, die Corona-Krise verlangt allen Menschen zurzeit viel ab. Das öffentliche Leben steht still, soziale Kontakte sind fast nur noch digital möglich und auch sonst verändern die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie unseren Alltag. Zu Hause bleiben ist aktuell das oberste Gebot.
Doch was tun, damit einem nicht die Decke auf den Kopf fällt?
Ein Wochenbericht aus dem Home-Office J. Schneider in Kassel.
Von Online-Vorlesungen, Gottesdiensten auf dem Sofa und digitalen Spieleabenden.

Stell dir vor es ist Uni, und niemand geht hin

Mittwochmorgen 08:00 Uhr:
Eigentlich ein ganz normaler Morgen Ende April in Kassel. Das Sommersemester hat vor wenigen Tagen begonnen, die Sonne scheint, die Vögel singen und ich versuche mich mehr oder weniger erfolgreich für eine Vorlesung in der Uni vorzubereiten. Wer hat eigentlich festgelegt, dass Vorlesungen bereits um 08:00 Uhr beginnen dürfen? Und wie war das noch gleich; Studenten können jeden Tag bis mindestens 12:00 Uhr ausschlafen, weil man ja sowieso nicht vor 16:00 Uhr in der Uni sein muss?
Entweder ich studiere das Falsche, oder aber an diesen Vorurteilen ist nichts dran. Und so quäle ich mich aus dem gemütlichen Bett und rüste mich mit Laptop aus. Ganz normal also?
Nein, etwas ist anders an diesem Tag, denn statt in die überfüllte Straßenbahn, die mich zur Uni befördert geht es nur ein paar Schritte weit bis zu meinem Schreibtisch. Online-Vorlesung statt Präsenzlehre steht heute auf dem Plan. Und nicht nur heute, sondern wo möglich das ganze Semester. Nicht etwa, weil die Universität Kassel die Digitalisierung für sich entdeckt hat, sondern weil Corona-Krise ist. Und so komme ich in den Genuss den Ausführungen meines Theologie-Professors vom Schreibtisch aus zu lauschen.
Im Großen und Ganzen eine ganz entspannte Sache dieses Home-Office. Und für mich in vielen Punkten auch viel einfacher. Ich muss mich nicht in eine überfüllte Straßenbahn quetschen, muss mir niemanden organisieren, der mich zu meinem Hörsaal bringt und Angst, mich auf dem unübersichtlichen und verwinkelten Campus zu verlaufen, muss ich auch nicht haben.
Statt großer und voller Hörsaal entspanntes (fast) leeres Wohnzimmer.
Doch die Nachteile zeichnen sich ebenso schnell und deutlich ab. Keine Kommilitonen und Freunde, mit denen man sich über die Inhalte austauschen kann, kein Professor, dem man direkt Fragen stellen kann und keine Diskussionen. Und das Wichtigste: Keine Treffen mit Freunden in der Mensa nach, vor oder zwischen den Veranstaltungen. Meine Freunde, mit denen ich normalerweise ein- bis zweimal pro Woche mensen gehe; sie fehlen mir jetzt schon. Und das Semester hat gerade erst begonnen; das kann ja heiter werden.

Arbeiten im Homeoffice:Johannes liest in der Blindenschrift-Bibel
Arbeiten im Homeoffice:Johannes liest in der Blindenschrift-Bibel


Mensen mal anders

Mittwoch 12:00 Uhr:
Die Online-Veranstaltungen der Uni habe ich mehr schlecht als recht hinter mich gebracht. Also habe ich mir ein leckeres Mittagessen verdient. Also ab mit Freunden in die Mensa und eine leckere Portion holen … ach nein, halt Stopp! Da war ja was; Corona und so… Also doch wieder nur Nudeln mit Pesto? Oder Essen bestellen beim Lieferdienst des Vertrauens? „Aber Bestellen ist so teuer und wir haben doch erst letzte Woche bestellt und… Ach egal, besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen!“ Also doch gute italienische Pizza anstatt Dosenravioli.“Beim nächsten Mal wird dann aber wirklich selbst gekocht! Also wirklich…“ Vielleicht ja ein Rezept, was das Studierendenwerk der Uni Kassel aus der Mensa gepostet hat? Oder doch nur Tiefkühlpizza? Da stellt einen die Krise vor ganz neue Herausforderungen.

Wenn der beschauliche Stadtteilpark zum angesagten Hottspott wird

Mittwoch 16:30 Uhr:
In meinem Stadtteil gibt es einen kleinen Park. Eigentlich nichts Besonderes; ein paar Spazierwege, ein winziger Bach der, wenn er nicht gerade ausgetrocknet ist; mitten hindurchfließt, einige Bäume und hin und wieder Sitzbänke.
In der Regel trifft man hier eher wenig Menschen, doch in Zeiten von „Wir bleiben zu Hause“ ist alles anders. Denn einfach nur zu Hause sitzen bleiben halten die meisten dann doch nicht die ganze Zeit durch. Und so geht es für viele ab in den Stadtteilpark. Und so hat es den Anschein, als ob der gesamte Stadtteil im Park spazieren geht. Spazieren gehen als neuer Volkssport? Warum eigentlich nicht? Wetter ist ja traumhaft schön in diesen Tagen und so begebe ich mich ebenfalls in den neuen Hottspott-Park Bossentalpark-Kassel-Fasanenhof. Dir sagt dieser Park nichts? Kein Problem, bestimmt kommt der noch ganz groß raus; irgendwann in der Post-Corona-Epoche.

Kaffelust und Unifrust:

Donnerstag 10:30 Uhr: Der Kaffee und das Frühstück schmecken ausgezeichnet, die Online-Veranstaltungen der Uni dafür umso weniger. Denn obwohl man meinen sollte, das mit einem digitalen Semester für blinde Menschen alle Sorgen erledigt sein müssten, stellen sich durchaus größere Schwierigkeiten für mich ein. So kann ich beispielsweise gleich mehrere hochgeladene Präsentationen der Professoren und Dozenten an meinem Laptop nicht öffnen, da meine Sprachausgabe diese nicht auslesen kann. Die Erklärvideos, die in den Präsentationen verarbeitet sind und uns Studierenden beim Durchblättern der Folien helfen sollen, sind an und für sich eine sehr gute Sache, bringen mir jedoch auch nichts, wenn ich die Präsentationen nicht öffnen kann. Wie gut, dass ich für solche Fälle Studienassistenzen habe, die mir die Präsentationen und Dokumente in für mich lesbare Form umwandeln können. Das sind ganz ganz liebe Menschen aus meinem Freundeskreis, die sich bereiterklärt haben, neben ihrem eigenem Studium mich zu unterstützen und überall einzuspringen, wo ich alleine nicht weiterkomme.Ohne diese Menschen könnte ich mein Studium sofort abbrechen! An dieser Stelle ein ganz ganz dickes Dankeschön und eine virtuelle Umarmung mit ganz viel Liebe an meine Studienassistenzen.

Ein Hoch auf das Digital-Oldschoolzeitalter

Freitag 20:00 Uhr:
Was wurde nicht schon alles über die jüngere Generation geschimpft. Wir, die Kinder der 90er und frühen 2000er, die mehr oder weniger mit Internet, Computer und etwas später auch mit Handys groß geworden sind, müssen uns schon so Einiges anhören. Spöttisch nennt man uns die Generation „Kopf nach unten“ oder interpretiert das Y in der Bezeichnung Generation Y als Daumen-Hoch-Emojy von Facebook. Telefonieren können wir ja sowieso nicht, weil wir ja nur noch über Messenger-Dienste kommunizieren. Gelegentlich lassen wir uns auch mal zu Audio-Nachrichten hinreißen; aber bitte nicht länger als 2:30min. Telefonieren oder Briefe schreiben ist doch irgendwie Oldschool … oder etwa doch nicht?
Seit social-distancing unser Leben bestimmt, wird in Deutschland und weltweit nachweislich wieder öfter telefoniert. Nicht etwa mit diesen total komischen Geräten mit Schnur und Tasten aus den 90ern, sondern ganz modern mit Smartphone oder Laptop. Wir verabreden uns ganz traditionell und doch modern in Chat-Rooms, wir führen Telefonate und veranstalten Spieleabende. Somit sind wir oldschool, aber gleichzeitig innovativ und zukunftsorientiert.
Der Spieleabend mit Freunden ist eine tut gut und ist eine tolle Ablenkung zum alleine sein, jedoch ist es nicht das gleiche wie sich im wirklichen Leben zu treffen. Gleiches gilt für Telefonate und Chatten. Also nach der Corona-Krise vielleicht doch etwas mehr Oldschool als Digital!

Traumreise ins Ruhrgebiet

Samstag 15:30 Uhr:
Zeit für die Bundesliga! Eintracht Frankfurt hat heute eine ganz besondere Aufgabe vor der Brust. Es geht gegen … niemanden! Natürlich hat die aktuelle Situation auch Auswirkungen auf den Sport und so findet kein Fußball statt.
So ganz will ich aber nicht auf Stadion-Atmosphäre verzichten.
Und deshalb wird unser Wohnzimmer kurzer Hand zum Stadion um dekoriert. Stadion bauen statt Fußball schauen heißt für diesen Samstagnachmittag unser Motto. Und so schaffen wir es ein 3d-Modell der Veltins-Arena von Schalke 04 zu basteln. Passend dazu krame ich meinen Blindenfußball vom Dachboden hervor. Jetzt schmücken Veltins-Arena und Fußball unsere Wohnung und sorgen für ein wenig Fußball-Stimmung.


Blick auf gepuzzelte Tribüne von 3D-Modell.

Blick auf gepuzzelte Tribüne von 3D-Modell.

Außerdem erinnert uns die Veltins-Arena an das Ruhrgebiet. Ob man es glaubt oder nicht, aber meine Frau und ich sind große Fans vom Ruhrgebiet. Der Pott; das bedeutet für uns die Region wo viele Freunde von uns Leben, die Region, in der wir nach Corona mal leben möchten und die Region, wo wir gefühlt wöchentlich samstags hinfahren.
Mit Ausflügen nach Essen, Bochum oder Dortmund ist es zurzeit etwas kompliziert, aber dafür muss unser Wohnzimmer eben als Mini-Ruhrgebiet herhalten. Passend dazu habe ich eine Blindenschriftlandkarte von Nordrhein-Westfalen, auf der auch die wichtigsten Ruhrgebietsstädte verzeichnet sind. Wenn schon nicht im echten Leben, dann wenigstens ein Ausflug mit dem Finger auf der Landkarte.

Dazu am besten noch eine leckere Currywurst mit Pommes und ein gekühltes Bier. Grönemeyers Hit „Bochum“ oder das Steiger Lied dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen.
Du fragst dich, wieso wir das Ruhrgebiet mögen und später dort leben wollen? Du denkst das Ruhrgebiet ist grau und hässlich? Als Blinder sag ich dir: „Grau, Grün, Blau oder weiß; für mich sieht alles gleich aus!“ Und ansonsten „Glück Auf!“ Ker ker, Watt bessres gibbet nich!

Einfach mal ne Runde kicken

Samstag 19:00 Uhr:

Wenn man schon ein 3-D Modell eines Fußballstadions im Wohnzimmer stehen hat, kribbelt es einem als Fußballfan ganz schön im Fuß. Und so schnappen wir uns den Blindenfußball und stürmen die Wiese vor unserer Haustür. Eine kleine Trainingseinheit Blindenfußball kann nicht schaden! Zwar gleicht die Wiese eher einem Acker als dem gepflegten Rasen in der Veltins-Arena, jede Menge Spaß haben wir aber trotzdem. Was unsere Nachbarn davon halten, dass unser Stadtteil neben einem angesagten Park jetzt auch ein Blindenfußball-Stadion hat, ist bislang noch nicht überliefert.

Johannes trippelt mit dem Blindenfußball auf einer Wiese mit Bäumen
Johannes trippelt mit dem Blindenfußball auf einer Wiese mit Bäumen

Ausgehen in der Balkonia-Bar Kassel

Samstag 22:30 Uhr:
Saturday Night, let’s have some fun…, doch nicht einmal die Clubs, Bars und Kneipen auf der „Fritze“ Kassels Party-Meile, die außer am Wochenende Friedrich-Ebert-Straße heißt, haben zur Zeit geöffnet.
Aber alles kein Problem, denn es gibt eine neue Bar in Kassel, die alles bis her Dagewesene in den Schatten stellt. Ich rede von der „Balkonia-Bar-Kassel“. Kennt ihr nicht? Noch so etwas, was in der Post-Corona-Epoche groß rauskommen wird. Best Cocktails in Town gemixt von der besten Barkeeperin der Stadt und selbstverständlich die angesagteste Musik aufgelegt vom angesagtesten DJ des Landes, dazu reinstes Summer-Feeling; und das alles umsonst und draußen. Naja, das mit dem umsonst stimmt natürlich nicht wirklich und ob unser Balkon jemals zur angesagten Bar wird darf zumindest bezweifelt werden. Trotzdem schmecken die selbstgemixten Cocktails ausgezeichnet.

2 Cocktails auf dem Tisch auf dem Balkon
2 Cocktails auf dem Tisch auf dem Balkon

Und Kirche kann eben doch modern

Sonntag 10:00 Uhr:
Ich weiß, viele nutzen den Sonntagvormittag lieber zum Ausschlafen als in den Gottesdienst gehen. Kirche ist doch nur was für alte Menschen und viel zu langweilig sind wohl die größten Vorurteile gegen die Kirche. Doch lass dich einmal auf einen Gottesdienst ein und du wirst dein blaues Wunder erleben; und dieses Mal rede ich nicht von einem Königsblauen Wunder vom FC Schalke 04. Kirche ist modern, weltoffen, aktuell und vor allem hilft ein Gottesdienst bei der Bewältigung der aktuellen Krise.
Du willst aber nicht in die Kirche gehen? Du weißt nicht wo der nächste Gottesdienst stattfindet? Näher als du denkst, nämlich bei dir zu Hause auf der Couch. Keine Sorge, es kommen kein Pfarrer und auch keine Gemeindemitglieder zu dir nach Hause, zumindest nicht persönlich. Aufgrund der aktuellen Lage werden zurzeit sämtliche Gottesdienste online zu dir auf die Couch gestreamt. Und du musst dir keine Gedanken machen, was du für Kleider in einem Gottesdienst anziehen sollst. Digitaler Gottesdienst funktioniert in der Jogginhose genauso wie im Sonntagshemd.
Für mich ist dies der wichtigste Termin im Home-Office J. Schneider, weil ich hier die Kraft bekomme, die man in dieser Krise benötigt.

Wie sieht zur Zeit euer Alltag aus und wie vertreibt ihr euch die Zeit?gerne könnt ihr mir einen Kommentar hinterlassen. Unter diesem Beitrag als Kommentar, auf Facebook oder als Persönliche Nachricht.

Wie Corona das Leben von Blinden beeinflusst

Das Corona-Virus verändert zurzeit das Leben Aller Menschen. Home-Office und Social-distancing sind zu bestimmenden Merkmalen unseres Alltags geworden. Das öffentliche Leben ist quasi zum erliegen gekommen und jeder muss sich wohl oder übel zu Hause beschäftigen.
Doch was bedeutet die Corona-Kriese für blinde Menschen und wie können sie damit umgehen?
Ein Bericht aus meinem Alltag.

Abstandsregeln beachten nur schwer möglich

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ist das Abstandhalten zu anderen Menschen im öffentlichen Raum. 1,5-2m wird als Mindestabstand empfohlen. Doch für einen blinden Menschen ist es alles andere als einfach auf den Abstand zu den Mitmenschen zu achten.
Anderthalb Meter; das ist in etwa eine Blindenstocklänge. Doch trotzdem fällt es gerade in der Öffentlichkeit schwer Menschen nur mit dem Gehör möglichst genau zu lokalisieren. Wenn sich die Mitmenschen gar nicht oder kaum bewegen ist das Wahrnehmen nahezu unmöglich. Vor allem die Nutzung des ÖPNV oder das Warten in einer Schlange wird so zur fast unlösbaren Aufgabe.
Abhilfe schaffen einzig aufmerksame Mitmenschen, die mir Mitteilen wie groß die Entfernung zwischen ihnen und mir ist.
Zudem ist es schwierig, jemanden zu finden, der mich in der Öffentlichkeit begleitet und mich führt. Besonders wenn ich mich in einem Gebiet nicht gut auskenne suche ich mir eine Begleitperson, bei der ich mich einharken kann, um mich von ihr führen zu lassen. Doch genau dies ist unmöglich, wenn man den Mindestabstand einhalten möchte. Somit bin ich noch mehr auf mich alleingestellt und muss mich ohne sehende Hilfe zu Recht finden. Auch im Supermarkt ist es deutlich schwieriger eine Einkaufsbegleitung zu bekommen.

_ Berührungsverbot von Gegenständen in der Öffentlichkeit sorgt für Einschränkungen bei der Orientierung_
Immer wieder wird in den Medien davon gesprochen, dass sich die Corona-Bakterien auf einigen Oberflächen von Gegenständen mehrere Tage halten können. Deshalb wird dringend davon abgeraten Gegenstände wie Haltegriffe oder Metalloberflächen zu berühren.
Gerade die Berührung von Gegenständen ist für viele blinde Menschen jedoch wichtig, um sich zu orientieren. Suche ich beispielsweise in der Bahn nach einem Sitzplatz bleibt mir gar nichts anderes möglich, als die Sitze und Haltegriffe zu berühren. Ähnlich sieht es mit der Orientierung in Geschäften oder draußen aus. Egal ob ein Geländer an einer Treppe, Blindenschriftmakierungen an Aufzügen und Aufgängen zu Gleisen am Bahnhof oder das Abtasten einer Wand um eine Tür oder ein anderes Orientierungsmerkmal zu suchen; all das ist durch das Berührungsverbot kaum noch möglich.
In meinem Leben spielt sich ein großer Teil über die Haptik, also das ertasten meiner Umgebung ab. Natürlich kann man sich mit dem Tragen von Handschuhen gegen das Virus schützen, jedoch ist das Erfühlen dann nur noch eingeschränkt möglich. Eine Blindenschriftmakierung wird mit normalen Handschuhen beispielsweise unlesbar.

_ Verringertes Angebot im ÖPNV macht blinde weniger mobil _
Seit dem in Deutschland das öffentliche Leben nahezu zum Stillstand gekommen ist wurde auch der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) spürbar reduziert.
Dies bedeutet für mich ebenfalls eine starke Einschränkung in meinem Leben, da Blinde Menschen besonders stark auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Zwar birgt das Fahren mit Bus oder Bahn ein erhöhtes Ansteckungsrisiko, jedoch gewährleistet einzig ein stabiler Nahverkehr eine gute Mobilität. Da ich nicht auf Auto oder Fahrrad umsteigen kann muss ich mit den deutlichen Mobilitätsbeschränkungen leben.
Einzig eine Taxifahrt wäre möglich, jedoch sind auch diese eher eingeschränkt verfügbar und zudem um ein vielfaches teurer als die Bahnfahrt.

Social-Distancing als größte Herausforderung
AbstandHalten, nichts in der Öffentlichkeit anfassen oder die Einschränkungen in der Mobilität sind für sich genommen schon große Herausforderungen, doch am schwierigsten sind für mich die Kontaktbeschränkungen, die unser Leben seit einigen Wochen stark beeinflussen. Am schwierigsten deshalb, weil diese Regelungen neben den Herausforderungen für meine Blindheit auch noch eine soziale Komponente haben.

Wie bereits erwähnt ist es zurzeit schwierig Menschen zu finden, die mich Führen oder beim Einkaufen helfen. Darüber hinaus ist es nicht einfach auf Treffen mit Familie und Freunden zu verzichten. Um nicht ganz in der Isolation zu versinken gibt es ja einige Möglichkeiten, um auf digitalem Wege den Kontakt aufrechtzuerhalten. Doch leider sind vieles davon für mich nicht oder nur erschwert nutzbar, da viele Plattformen nicht mit meinem Laptop oder iPhone mit Sprachausgabe bedienbar sind.
Viele Menschen schicken sich zur Zeit Videos oder Fotos ihrer Aktivitäten im Home-Office zu. Bilder und Videos sind für mich allerdings nur selten zugänglich. Besser sind hier Sprachnachrichten oder Telefonate, da ich so auch die Stimme des Gesprächspartners wahrnehmen kann.
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_ Nicht alles ist schlecht _

Trotz der vielen Hindernisse, die die aktuelle Zeit mit sich bringt ist längst nicht alles schlecht und aussichtslos. Sehr positiv nehme ich der Zeit wahr, dass sich viele Menschen erkundigen, wie ich als blinde Person die Kriese bewältige und wie man mir helfen kann. Auch in der Öffentlichkeit reagieren die meisten Leute sehr verständnisvoll auf meine Blindheit.
Mit Familie oder Freunden zu telefonieren tut mir gerade sehr gut und gibt mir viel Energie.
Die Corona-Kriese hat für blinde Menschen einige besondere Herausforderungen, ist jedoch für mich zu bewältigen.

Wenn die Dunkelheit übermächtig erscheint

Viel zu selten wird in unserer Gesellschaft über Gefühle wie Traurigkeit, Schmerz oder Mutlosigkeit gesprochen.
Wir interessieren uns nur für die tollen Momente, für Erfolgsstorys und Heldengeschichten. Wir versuchen uns hinter unseren Siegen und guten Momenten zu verstecken. Doch hinter der glänzenden Fassade liegen immer auch die Schattenseiten, die Traurigkeiten und auch unsere Schwächen. In diesem Text soll es genau um die weniger angenehmen Themen gehen, weil diese zum Leben dazugehören.

Stell dir vor es ist ein herrlicher Frühlingstag. Die Sonne scheint, die Vögel singen und die Blumen blühen. Alle Menschen erfreuen sich am blauen Himmel, an der farbenfrohen Natur und an der Helligkeit des Tages. Und dann stell dir vor es bleibt trotzdem dunkel in deinem Leben. Du hörst zwar die Vögel und riechst den Frühling, die vielen bunten Farben und die Helligkeit aber siehst du nicht. Und viel mehr noch; du merkst, wie deine Mitmenschen voll und ganz in der Welt der Farben und im Licht aufgehen und du in der Dunkelheit feststeckst. Du fühlst dich einsam und verlassen. Du spürst, dass zwischen deiner Welt und der Welt deiner Mitmenschen die Dunkelheit steht.

Oder stell dir vor du bist immer derjenige, über den definitiv geredet wird, wenn du neu in einer Gruppe bist. Aber nicht dein Charakter, deine Hobbys und alles andere was dich ausmacht ist Gesprächsthema, sondern deine Blindheit. Jeder begegnet dir zunächst mit Vorurteilen, mit Vorsicht und des Öfteren auch mit Angst. Für die meisten bist du erstmals einfach der Blinde. Ein ungezwungenes kennenlernen ist kaum möglich, weil Blindheit und Vorurteile der anderen zwischen dir und deinen Mitmenschen stehen. Du weißt zwar, dass es die Menschen in der Regel nicht böse meinen, doch trotzdem fühlst du dich verlassen und alleine, weil du dich gefangen fühlst in der Dunkelheit.

Nicht immer ist das Leben mit Blindheit einfach und schön. Zwar lernt man mit der Zeit seine Behinderung zu akzeptieren, doch trotzdem gibt es diese Tage voller Verzweiflung, Trauer und Wut. Tage, an denen man sich am liebsten in die hinterste Ecke verkriechen würde und sich ganz der Traurigkeit ergeben möchte. Es sind diese Tage, an denen sich die Blindheit wie eine riesige Last anfühlt, unter der man zusammenbricht. Tage, an denen ich mich einsam, verlassen und unglaublich weit weg von meinen Mitmenschen entfernt fühle. Tage, an denen das nicht sehen können zu einem undurchdringlichen Gefängnis aus dunklen Mauern wird, aus dem es kein entrinnen gibt.
Und dann gibt es da noch die Fragen, die einen quälen und nicht mehr loslassen? Warum ausgerechnet ich? Warum kann nicht ein Wunder passieren, dass mich wieder sehend macht? Hat das Leben mit einer Behinderung überhaupt einen Sinn?

Blind zu sein bedeutet mehr als nur nicht sehen zu können. Es kann auch Einsamkeit, Isolation und Traurigkeit bedeuten.
Mit einer Behinderung zu leben bedeutet in einer Gesellschaft zu leben, die für Menschen ohne Behinderung gemacht ist und die zu oft keinen Platz für vermeintlich Schwächere bietet.

Menschen mit einer Behinderung werden im Alltag ständig damit konfrontiert, dass sie Dinge, die für die meisten Menschen normal sind, gar nicht oder nur mit großem Mehraufwand schaffen können. Damit umzugehen ist an vielen Tagen alles andere als einfach. Zumal einem an allen Ecken vermittelt wird, dass Schwächen in der Gesellschaft unerwünscht sind. Wo höher!schneller! weiter! Die einzigen Maßstäbe zu sein scheinen, werden Menschen, die diesen Prinzipien nicht entsprechen können vergessen und ausgegrenzt. In der Wahrnehmung der aller meisten Menschen ist eine Behinderung immer noch etwas Schreckliches, Schlimmes und Trostloses. Somit ich mich auch immer wieder dafür rechtfertigen muss, dass auch ein Leben mit einer Behinderung lebenswert sein kann.

Eine weitere Schwierigkeit ist die eingeschränkte Mobilität, die meine Blindheit mit sich bringt. Selbst Wege im nahen Umfeld müssen mühevoll erlernt werden, damit ich sie irgendwann selbständig und alleine benutzen kann. Möchte ich unterwegs sein bin ich stets auf öffentliche Verkehrsmittel oder sehende Personen mit Auto angewiesen. Einfach mal so mit dem Fahrrad in die Stadt, andere Städte besuchen und anschauen oder sich in ein Auto setzen und losfahren? Für mich nur ein Traum, der wohl nie Wirklichkeit werden wird.
Und ja, wenn ich so über all die beschriebenen Situationen nachdenke, lässt sich der Wunsch einmal wieder sehen zu können nicht an allen Tagen unterdrücken. Ein Wunsch, der aufgrund der besonderen medizinischen Situation wohl niemals in Erfüllung gehen kann.
Manchmal wird dieser Wunsch so groß, dass er zum dominierenden Gefühl in meinem Leben wird. Dann frage ich mich, ob ein Leben mit Blindheit wirklich lebenswert ist. Und manchmal werden mir die ganzen Herausforderungen zu viel und scheinbar unerträglich. Dann fehlt mir die Kraft trotz allem positiv nach vorne zu schauen. Dann fehlt die Energie die Blindheit als ganz normalen Teil meines Lebens zu sehen und das Beste daraus zu machen. Das nicht sehen können fühlt sich in solchen Momenten an, als ob ich von den bereits beschriebenen dunklen hohen Mauern gefangen wäre ohne jede Chance auf Befreiung. Denn die Blindheit lässt sich nicht einfach wie ein Mantel am Ende des Tages ablegen; blind bin ich immer und werde es wohl mein ganzes Leben bleiben. Besonders die scheinbar feststehende Endgültigkeit ist an diesen Tagen nur schwer zu ertragen, weil es eben auch heißt, dass mich die Herausforderungen und Schwierigkeiten mein ganzes Leben begleiten werden.

Doch was fängt man jetzt mit diesen negativen Gedanken auf? Ist es jetzt angebracht sich nur noch still und traurig in die hinterste Ecke zu verziehen? Darf ich überhaupt solch negative Gedanken haben und wenn ja, sollte ich diese nicht lieber für mich behalten um niemanden damit zu belästigen? Müsste es mir mit 25 Jahren nicht längst gelungen sein solche Gedanken endgültig zu verbannen?

Tatsächlich bin ich davon überzeugt, dass es auf all die vielen Fragen aus diesem Artikel keine allgemein gültigen Antworten gibt. Vor allem die Fragen, warum es Behinderungen und Krankheiten gibt kann kein Mensch auch nur ansatzweise beantworten. Auch Theologen verzweifeln seit Jahrhunderten an der sogenannten Theodizeefrage, die letztlich wissen möchte, warum gütiger Gott Leid, Unheil und Krankheiten zulässt.
Doch muss die Frage nach dem warum wirklich beantwortet werden? Ich denke es wäre viel entscheidender zu Fragen, wie wir mit Krankheit, Behinderungen und Schwächen umgehen. Diese Frage ist sowohl eine gesellschaftliche als auch eine individuelle Sache.
Eine Gesellschaft sollte kritisch hinterfragen, ob es nicht bessere Prinzipien als „Höher!deSchneller! Weiter!“ gibt. Eine Gesellschaft, die so gerne modern, bunt und vielfältig sein möchte sollte es nicht zulassen, dass schwächere Mitglieder oder solche die aus anderen Gründen nicht in das Mainstream-Schema passen ausgegrenzt werden. Letztlich hat jeder Mensch Schwächen und Stärken. Das ich nicht sehen kann macht mich noch lange nicht zu einem Menschen zweiter Klasse. Ich habe genauso Stärken, die ich in das gesellschaftliche Leben einbringen kann. Eine Gesellschaft ist dann am stärksten, wenn jeder unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Behinderung gleichberechtigt seine Stärken einbringen kann und Schwächen nicht als Auskrenzungsmerkmal sondern als etwas ganz natürliches betrachtet werden.

Was die individuelle Seite betrifft hilft es mir am meisten zu spüren, dass ich ein Umfeld habe, in dem meine Behinderung keine große Rolle spielt. Freunde und Familie sind da, wenn es mir schlecht geht und sprechen mir Mut zu, wenn ich mutlos bin. Auch mein Umfeld kann die Blindheit nicht von mir wegnehmen, aber es hilft mir besser damit umzugehen.

Und nicht zuletzt ist der Glaube an Gott jeden Tag eine Ermutigung für mich. Ich glaube daran, dass es einen Gott gibt, der Himmel und Erde und alles Leben geschaffen hat und nicht möchte, dass es mir mit meiner Blindheit schlecht geht. Ich glaube auch daran, dass Gott auch Menschen mit einer Behinderung gebrauchen kann. Warum Gott zulässt dass ich blind bin und auch andere Krankheiten und Behinderungen nicht verhindert, werde ich nie verstehen können. Und trotzdem weiß ich, dass ich auf Jesus vertrauen kann, weil er mir jedes Mal aufs Neue die Kraft gibt mit der schwierigen Situation umzugehen. Jesus ist der Begleiter in meinem Leben, der mich immer wieder stärkt wenn ich schwach bin und mich immer wieder aufrichtet wenn ich das Gefühl habe die dunklen Mauern sind zu stark und zu groß für mich.

In der Bibel steht im Johannes-Evangelium: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“(Johannes 8,12)

Dieses Licht konnte ich schon oft in meinem Leben spüren. Es ist stärker als die dunklen Mauern, die sich immer wieder um mich herum aufbauen wollen.

Und an einer anderen Stelle heißt es: „Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“(Römerbrief 8,31)und in Philipper 4,13 steht: „Alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und stärke gibt.“

Jesus ist stärker als meine Blindheit und er lässt mich nicht im Stich. Kann es eine größere Kraft und eine größere Zuversicht geben? Ich kenne keine!

Kommentar zum neuen Studierendenhaus der Uni Kassel: An Menschen mit Behinderung wurde zu wenig gedacht

Anfang November 2019 fand die feierliche Neueröffnung des Studierendenhauses der Universität Kassel statt. In dem neuem Gebäude finden in Zukunft der ASTA mit seinen Referaten und ein Kulturzentrum für Konzerte und andere Veranstaltungen Platz. Bei der Planung wurden Studierende mit in den Prozess eingebunden, da es ein Haus für alle Studierende werden sollte. Perspektivwechsel hat sich im neuen studentischen Zentrum umgesehen und fühlt sich aufgrund der mangelnden Barrierefreiheit nicht wirklich willkommen. Es gibt noch viel zu tun, wenn das Studierendenhaus wirklich ein Ort für alle Studierende werden soll.

Viel Lob gab es in den vergangenen Wochen für die Universität Kassel. Mit der Neueröffnung des Studierendenhauses auf dem Nordcampus habe man das studentische Leben in Kassel bereichert und eine Vorbildfunktion für andere Universitäten in Deutschland übernommen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude, welches sich in einer ehemaligen Textilfabrik befindet, wurde aufwendig saniert und steht nun dem Allgemeinem Studierendenausschuss (ASTA) mit seinen Referaten zur Verfügung. Des Weiteren befindet sich in der unteren Etage ein Kulturzentrum, indem Konzerte, Partys und andere Events stattfinden sollen.

Erhebliche Mängel bei Barrierefreiheit

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