Inklusion in der Schule: Ein Erfahrungsbericht

Viel wird über die Vor- und Nachteile von Inklusion in der Schule diskutiert. Die einen plädieren dafür, dass jedes Kind mit Behinderung zwangsläufig mit nicht behinderten Kindern unterrichtet werden sollte. Die Gegenseite argumentiert vor allem damit, dass Inklusionsschüler das Leistungsniveau einer Klasse drastisch nach unten ziehen. Nicht behinderte Kinder könnten somit zu wenig gefördert werden. Doch wie erleben Inklusionsschüler selbst Inklusion? Von der dritten Klasse bis zum Abitur war ich Inklusionsschüler und berichte nun von meinen persönlichen Erfahrungen, Erlebnissen und Gefühlen.

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Für Europa: Perspektivwechsel ruft zur Teilnahme an der Europawahl auf

“ Einigkeit ist unsere Stärke, in der großen, weiten Welt,

friedlich miteinander leben, das ist das, was wirklich zählt.

Lasst uns diesen Frieden sichern, lasst uns für Europa sein!

Seit‘ an Seite wollen wir stehen, stimmt in diesen Chor mit ein.“(Auszug aus der Europahymne von Pulse of Europe)

Heute sind wir alle dazu aufgerufen das Europaparlament zu wählen! Die EU ist bei weitem nicht perfekt, aber sie ist Garant für Frieden, Wohlstand, Freiheit und Brüderlichkeit auf unserem Kontinent. Bei den vielen tollen Erfindungen, die aus Europa kamen und kommen und die Welt veränderten ist das Projekt Europäische Union die größte und wertvollste Errungenschaft der Europäer! Aber der Frieden und die Freiheit sind keine Selbstverständlichkeiten.

Mein Appell an alle lautet deshalb :Geht wählen und stärkt die proeuropäischen und demokratischen Parteien! Lasst uns verhindern, dass Populisten unser Europa zerstören.

Die EU steht für Werte wie Frieden, Demokratie, Freiheit für alle Bürger und Brüderlichkeit zwischen den Völkern Europas.

Wir alle profitieren von der EU. Genau diese Werte werden von Populisten in Frage gestellt. Lasst uns Europa stärken!

Für Europa! Für Demokratie! Für Freiheit, Frieden und Brüderlichkeit!

Wie nehmen blinde Menschen andere Menschen wahr?

Ein auffälliges Gesicht, besonders schöne Kleidung oder eine markante Frisur. Es gibt viele Merkmale, auf die sehende Menschen bei anderen besonders achten. Aber wie nehmen blinde Menschen andere Menschen wahr? Welche Merkmale helfen blinden Menschen dabei mehrere Gesprächspartner voneinander zu unterscheiden und wieder zu erkennen? Und auf welche Eigenschaften achten blinde Menschen bei der Partnersuche?

Antworten gibt es in diesem Beitrag.

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Die wahre Bedeutung von Ostern

Mal wieder steht das Osterfest vor der Tür. Für viele Menschen bedeutet die Osterzeit vor allem Oster-Eier färben und verstecken; andere wiederum freuen sich einfach über ein langes freies Wochenende. Die eigentliche Bedeutung von Ostern gerät dabei häufig in den Hintergrund.

Für Christen gehört das Osterfest neben Weihnachten und Pfingsten zu den „hohen“ und bedeutungsvollsten Feiertagen. An Karfreitag wird der Kreuzigung von Jesus Christus gedacht und Ostersonntag seine Auferstehung gefeiert.

Jesus als Retter der Menschheit

Jesus ist der Sohn Gottes. An Weihnachten feiern wir die Menschwerdung von Gott, der in Jesus ein Mensch wurde und auf die Erde kam.

Jesus kam zu uns Menschen, um eine Brücke zwischen der Menschheit und Gott zu schlagen, indem er für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist. Die Vergebung der Sünde ist notwendig, da uns die Sünde von Gott trennt. Weil Gott die Menschen aber so sehr liebt, opferte er seinen Sohn und lies ihn für unsere Sünden sterben, damit wir Menschen gerettet werden können und nach dem Tod bei Gott leben dürfen.

Das ist die Bedeutung von Karfreitag: Jesus starb an unserer Stelle am Kreuz, damit wir Menschen ewig leben können. Mit seinem Tod schlägt Jesus eine Brücke zwischen den Menschen und Gott. Wir Menschen dürfen dieser Brücke (Jesus) vertrauen und das Geschenk der Sündenvergebung annehmen.

So wie ich mich einer Brücke anvertrauen muss, die über einen reißenden Fluss führt, muss und darf ich mich und mein Leben dem sterbenden Jesus am Kreuz anvertrauen, damit mir meine Sünden vergeben werden und ich ein ewiges Leben bei Gott haben darf.

Bibelstellen zum nachlesen

Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Johannes 14,6: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Die Bedeutung der Sünde

Beim Begriff Sündenvergebung schütteln viele Menschen verständnislos mit dem Kopf. „Wozu Vergebung? Ich bin doch ein guter Mensch und gehe sogar in die Kirche.“ „Ich habe doch noch nie etwas schlechtes getan, wieso musste dann Jesus am Kreuz für mich sterben?“, sind häufige Entgegnungen von Menschen, wenn sie mit dem Begriff der Sünde konfrontiert werden.

Die Sünde ist zunächst einmal das was den Menschen von Gott trennt. Das Wort Sünde leitet sich von dem altdeutschen Wort „Sund“ ab, was soviel wie Abgrund oder Graben bedeutet.

Die Sünde bezeichnet weniger einzelne Vergehen von Menschen. Vielmehr geht es bei der Sünde um eine Lebenshaltung, die sich von Gott abwendet.

Tom Kleffmann (Professor für Systematische Theologie an der Universität Kassel) beschreibt die Sünde als das ständige „Umsichselbstkreisen“ des Menschen. Während der Mensch um sich selbst kreist, also nur mit sich selbst beschäftigt ist, verliert er Gott aus den Augen und wendet sich von ihm ab.

Im „Umsichselbstkreisen“ schaut der Mensch nicht mehr auf den Willen Gottes, sondern sieht nur seine eigene Welt und Perspektive.

Kein Mensch ist frei von Sünde. Deshalb brauchen wir Jesus, der durch seinen Tod am Kreuz uns von dem Umsichselbstkreisen befreit, oder die Brücke über den Graben der Sünde baut. Wir Menschen haben dann die Wahl, ob wir diese Befreiung annehmen und die Brücke zu Gott überqueren wollen oder nicht.

Auferstehung ist zentral

So unfassbar Gottes Liebeserklärung an die Menschheit auch ist, erst durch die leibhaftige Auferstehung von Jesus Christus bekommt das Osterfest seine zentrale Bedeutung. Denn mit der Auferstehung hat Jesus den ewigen Tod besiegt. Der ewige Tod, den wir Menschen eigentlich wegen unserer Sünden verdient hätten, hat keine Macht mehr über uns Menschen.

Der Weg zum ewigen Leben bei und mit Gott ist für uns Menschen erst durch Jesu Tod und Auferstehung möglich. Und somit macht es dann einen großen Unterschied, ob ich an die leibhaftige Auferstehung Jesu Christi und an die Vergebung aller Sünden glaube oder nicht.

Osterbotschaft als Licht der Hoffnung

Die Osterbotschaft ist ein starkes Licht der Hoffnung und Zuversicht für die Welt und die Menschen. Jesus selbst ist das Licht für unsere Welt (Johannes 8,12: „Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“)

Durch die leibhaftige Auferstehung scheint das Licht der Hoffnung auch noch in unsere Zeit und bis in alle Ewigkeit. Wir Menschen dürfen voller Hoffnung und Zuversicht darauf vertrauen, dass Jesus den Tod besiegt hat. Diese Welt mit ihrem Leid ist vergänglich, aber Gott hat durch die Opferung seines Sohnes und die Auferstehung die Brücke zu einem Leben in Frieden mit ihm in Ewigkeit geschlagen.

Eine unfassbar positive und ermutigende Botschaft, die ein erfundener Osterhase oder die Oster-Eier nicht geben können.

Quellen:

Tom Kleffmann: Grundriss der Systematischen Theologie

Die bibelzitate stammen alle aus der Revidierten Lutherübersetzung 2017

Wie definiert man Blindheit?

Oft werden Begriffe wie blind, sehbehindert oder sehgeschädigt in unserer Alltagssprache beliebig verwendet. Jedoch ist vielen Menschen nicht bewusst, dass es einen Unterschied zwischen Blindheit und Sehbehinderungen gibt. Und überhaupt: ab wann gilt man als blind oder sehbehindert und wie viele blinde Menschen gibt es in Deutschland und weltweit?

Alles, was man über Blindheit und Sehbehinderung wissen muss hat Perspektivwechsel in diesem Beitrag zusammengefasst.

Der Unterschied zwischen Blindheit und Sehbehinderung

In Deutschland unterscheidet man zwischen blinden Menschen und Menschen mit einer Sehbehinderung. Die Einteilung richtet sich nach dem vorhandenen Sehrest, den eine Person noch hat. Die Sehkraft kann durch zwei verschiedene Arten eingeschränkt sein.

Zum einen durch eine Gesichtsfeldeinschränkung:

Dies bedeutet, dass die betroffene Person Teile des Gesichtsfeldes nicht sehen kann und seine Umgebung beispielsweise nur wie durch einen Tunnel wahrnehmen kann.

Zum anderen kann es sein, dass ein Mensch nicht mehr genügend Sehkraft besitzt und dadurch einen Gegenstand erst aus 5 m Entfernung erkennt, den eine sehende Person schon aus 100 m Entfernung erkennen könnte.

Die Sehstärke wird üblicherweise in Prozent angegeben. Eine Sehstärke von 80 % bedeutet, dass ein Mensch einen Gegenstand, den eine sehende Person aus 100 m Entfernung gut erkennen kann, erst bei 80 m Entfernung erkennt oder, dass er nur 80 % des Gesichtfeldes wahrnehmen kann.

Hat ein Mensch auf dem besser sehenden Auge eine Sehstärke von 30%, gilt er als sehbehindert.

Liegt die Sehstärke bei 5% oder weniger spricht man von einer hochgradigen Sehbehinderung.

Als blind gilt man, wenn man nur noch einen Sehrest von 2% oder weniger besitzt.

Zu beachten ist, dass diese Einteilung nur in der Bundesrepublik Deutschland Gültigkeit besitzt. Eine einheitliche internationale Definition von Blindheit oder Sehbehinderung gibt es nicht.

Wie viele Blinde und Sehbehinderte gibt es in Deutschland?

In Deutschland werden Blinde und Sehbehinderte grundsätzlich nicht gezählt. Dies führt dazu, dass sich nur grob vermuten lässt, wie viele blinde oder sehbehinderte Menschen in der Bundesrepublik Deutschland leben.

Die gängigste Schätzung stützt sich im wesentlichen auf Zahlenmaterial aus der DDR. Dort wurden jährlich Menschen, die Blindengeld empfangen haben, gezählt. Personen, die kein Blindengeld bezogen, wurden in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Nach der Wiedervereinigung wurden die Zahlen aus der DDR per Dreisatz auf die gesamte Bundesrepublik hochgerechnet und für sehbehinderte einfach davon ausgegangen, dass auf drei blinde Menschen zehn sehbehinderte Menschen kommen.

Somit ging man davon aus, dass im Jahre 1990 in Deutschland circa 150.000 Blinde und etwa 500.000 Menschen mit einer Seebehinderung lebten. Jedoch ist es sehr ungewiss, wie realistisch diese Zahlen sind. Es wäre im Sinne der Inklusion und Teilhabe von Blinden und sehbehinderten Menschen dringend erforderlich, wenn blinde Menschen in Deutschland statistisch erfasst werden würden.

In einigen europäischen Ländern wie Großbritannien, Dänemark oder den Niederlanden werden blinde Menschen jährlich gezählt. Die World Health Organization (WHO) wertete zwischen 1990 und 2002 die Zahlen aus den genannten Ländern aus und stellte fest, dass die Zahl Der Blinden und sehbehinderten Menschen in diesem Zeitraum um 80 % angestiegen ist. Als Gründe hierfür werden vor allem die alternde Bevölkerung verantwortlich gemacht.

Da man für Deutschland mit ähnlichen Werten rechnen muss, ergibt sich, dass 2002 etwa 1,2 Millionen blinde und sehbehinderte Menschen in der Bundesrepublik lebten.

Auch über die Altersstruktur bei blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland lässt sich derzeit nur spekulieren. Hinweise kann man hier bei den Zahlen des bayerischen Zentrum für Familie und Soziales entnehmen, die bis 2014 jährlich genaue Angaben veröffentlichten, wie viele Menschen in Bayern Blindengeld bezogen. Demnach sind etwa zwei Drittel der Blindengeld-Empfänger 65 Jahre oder älter. 42 % haben sogar schon das 80. Lebensjahr überschritten. Etwa 58 % der Blindengeld-Empfänger sind weiblich, und nur 42 % männlichen Geschlechts. Dies ist keineswegs darauf zurückzuführen, dass Frauen grundsätzlich häufiger erblinden als Männer. Vielmehr hat es damit zu tun, dass es generell in der Bevölkerungsgruppe, die 65 oder älter ist, mehr Frauen als Männer gibt.

Blindheit weltweit

Wie viele blinde und sehbehinderte Menschen es weltweit gibt, lässt sich nicht wirklich bestimmen. Schuld daran ist, dass jedes Land seine eigenen Bestimmungen und Definitionen von Blindheit und Sehbehinderungen hat und es viele Länder gibt, die Blinde und Sehbehinderte nicht zählen. Die folgenden Zahlen sind deshalb nur Schätzungen und mit Vorsicht zu genießen.

Man schätzt, dass es derzeit ungefähr 36 Millionen blinde und etwa 217 Millionen sehbehinderte Menschen gibt. 90 % der blinden Menschen leben in den Entwicklungsländern. Dort ist das Risiko zu erblinden zehnmal größer als in den reichen Industrienationen. Grund dafür sind die hohe Armut und fehlende Ressourcen in der medizinischen Versorgung. Statistisch gesehen ist in Afrika ein Augenarzt für 1 Millionen Menschen zuständig (Deutschland etwa 13.000).

Während in Deutschland und anderen Industrieländern das Thema Inklusion in Schulen und auf dem Arbeitsmarkt immer stärker in den Fokus rückt, bleibt in den Entwicklungsländern 90 % der blinden Kindern eine Schulbildung verwehrt. 80 % der Erwachsenen blinden Menschen sind deshalb später arbeitslos und bleiben somit in ärmlichen Verhältnissen stecken. Staatliche Zuwendungen, wie ein monatliches Blindengeld oder Ähnliches, gibt es zumeist nicht. Zudem müssen blinde Menschen in Entwicklungsländern oftmals mit totaler Isolierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung leben.Blindheit bedeutet also in vielen Entwicklungsländern oftmals einen Armutskreislauf, aus dem betroffenen Menschen gar nicht oder nur sehr schwer ausbrechen können. Dabei würden sich etwa 75 % der Erblindungen weltweit vermeiden lassen. Jedoch fehlt es gerade in den Entwicklungsländern an medizinischen Personal oder an den finanziellen Möglichkeiten der betroffenen Menschen.

Trotz so mancher Schwierigkeiten und Herausforderungen, die eine Blindheit oder Sehbehinderung auch hierzulande mit sich bringt, muss gesagt werden, das es blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland gut bis sehr gut geht. Man hat in Deutschland Zugang nahezu allen weltweit verfügbaren Hilfsmitteln und bekommt bei der Beschaffung finanzielle Unterstützung von den einzelnen Bundesländern. Des Weiteren ist es auch als blinder oder sehbehinderter Mensch möglich eine normale Schulausbildung zu genießen und später einen Arbeitsplatz zu bekommen. Es gibt zwar auch hierzulande noch einige Schwierigkeiten und viel zu tun, jedoch sind diese Probleme klein in Relationen zu den Lebensverhältnissen von blinden Menschen in Entwicklungsländern.