Wie nehmen blinde Menschen andere Menschen wahr?

Ein auffälliges Gesicht, besonders schöne Kleidung oder eine markante Frisur. Es gibt viele Merkmale, auf die sehende Menschen bei anderen besonders achten. Aber wie nehmen blinde Menschen andere Menschen wahr? Welche Merkmale helfen blinden Menschen dabei mehrere Gesprächspartner voneinander zu unterscheiden und wieder zu erkennen? Und auf welche Eigenschaften achten blinde Menschen bei der Partnersuche?

Antworten gibt es in diesem Beitrag.

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Wie definiert man Blindheit?

Oft werden Begriffe wie blind, sehbehindert oder sehgeschädigt in unserer Alltagssprache beliebig verwendet. Jedoch ist vielen Menschen nicht bewusst, dass es einen Unterschied zwischen Blindheit und Sehbehinderungen gibt. Und überhaupt: ab wann gilt man als blind oder sehbehindert und wie viele blinde Menschen gibt es in Deutschland und weltweit?

Alles, was man über Blindheit und Sehbehinderung wissen muss hat Perspektivwechsel in diesem Beitrag zusammengefasst.

Der Unterschied zwischen Blindheit und Sehbehinderung

In Deutschland unterscheidet man zwischen blinden Menschen und Menschen mit einer Sehbehinderung. Die Einteilung richtet sich nach dem vorhandenen Sehrest, den eine Person noch hat. Die Sehkraft kann durch zwei verschiedene Arten eingeschränkt sein.

Zum einen durch eine Gesichtsfeldeinschränkung:

Dies bedeutet, dass die betroffene Person Teile des Gesichtsfeldes nicht sehen kann und seine Umgebung beispielsweise nur wie durch einen Tunnel wahrnehmen kann.

Zum anderen kann es sein, dass ein Mensch nicht mehr genügend Sehkraft besitzt und dadurch einen Gegenstand erst aus 5 m Entfernung erkennt, den eine sehende Person schon aus 100 m Entfernung erkennen könnte.

Die Sehstärke wird üblicherweise in Prozent angegeben. Eine Sehstärke von 80 % bedeutet, dass ein Mensch einen Gegenstand, den eine sehende Person aus 100 m Entfernung gut erkennen kann, erst bei 80 m Entfernung erkennt oder, dass er nur 80 % des Gesichtfeldes wahrnehmen kann.

Hat ein Mensch auf dem besser sehenden Auge eine Sehstärke von 30%, gilt er als sehbehindert.

Liegt die Sehstärke bei 5% oder weniger spricht man von einer hochgradigen Sehbehinderung.

Als blind gilt man, wenn man nur noch einen Sehrest von 2% oder weniger besitzt.

Zu beachten ist, dass diese Einteilung nur in der Bundesrepublik Deutschland Gültigkeit besitzt. Eine einheitliche internationale Definition von Blindheit oder Sehbehinderung gibt es nicht.

Wie viele Blinde und Sehbehinderte gibt es in Deutschland?

In Deutschland werden Blinde und Sehbehinderte grundsätzlich nicht gezählt. Dies führt dazu, dass sich nur grob vermuten lässt, wie viele blinde oder sehbehinderte Menschen in der Bundesrepublik Deutschland leben.

Die gängigste Schätzung stützt sich im wesentlichen auf Zahlenmaterial aus der DDR. Dort wurden jährlich Menschen, die Blindengeld empfangen haben, gezählt. Personen, die kein Blindengeld bezogen, wurden in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Nach der Wiedervereinigung wurden die Zahlen aus der DDR per Dreisatz auf die gesamte Bundesrepublik hochgerechnet und für sehbehinderte einfach davon ausgegangen, dass auf drei blinde Menschen zehn sehbehinderte Menschen kommen.

Somit ging man davon aus, dass im Jahre 1990 in Deutschland circa 150.000 Blinde und etwa 500.000 Menschen mit einer Seebehinderung lebten. Jedoch ist es sehr ungewiss, wie realistisch diese Zahlen sind. Es wäre im Sinne der Inklusion und Teilhabe von Blinden und sehbehinderten Menschen dringend erforderlich, wenn blinde Menschen in Deutschland statistisch erfasst werden würden.

In einigen europäischen Ländern wie Großbritannien, Dänemark oder den Niederlanden werden blinde Menschen jährlich gezählt. Die World Health Organization (WHO) wertete zwischen 1990 und 2002 die Zahlen aus den genannten Ländern aus und stellte fest, dass die Zahl Der Blinden und sehbehinderten Menschen in diesem Zeitraum um 80 % angestiegen ist. Als Gründe hierfür werden vor allem die alternde Bevölkerung verantwortlich gemacht.

Da man für Deutschland mit ähnlichen Werten rechnen muss, ergibt sich, dass 2002 etwa 1,2 Millionen blinde und sehbehinderte Menschen in der Bundesrepublik lebten.

Auch über die Altersstruktur bei blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland lässt sich derzeit nur spekulieren. Hinweise kann man hier bei den Zahlen des bayerischen Zentrum für Familie und Soziales entnehmen, die bis 2014 jährlich genaue Angaben veröffentlichten, wie viele Menschen in Bayern Blindengeld bezogen. Demnach sind etwa zwei Drittel der Blindengeld-Empfänger 65 Jahre oder älter. 42 % haben sogar schon das 80. Lebensjahr überschritten. Etwa 58 % der Blindengeld-Empfänger sind weiblich, und nur 42 % männlichen Geschlechts. Dies ist keineswegs darauf zurückzuführen, dass Frauen grundsätzlich häufiger erblinden als Männer. Vielmehr hat es damit zu tun, dass es generell in der Bevölkerungsgruppe, die 65 oder älter ist, mehr Frauen als Männer gibt.

Blindheit weltweit

Wie viele blinde und sehbehinderte Menschen es weltweit gibt, lässt sich nicht wirklich bestimmen. Schuld daran ist, dass jedes Land seine eigenen Bestimmungen und Definitionen von Blindheit und Sehbehinderungen hat und es viele Länder gibt, die Blinde und Sehbehinderte nicht zählen. Die folgenden Zahlen sind deshalb nur Schätzungen und mit Vorsicht zu genießen.

Man schätzt, dass es derzeit ungefähr 36 Millionen blinde und etwa 217 Millionen sehbehinderte Menschen gibt. 90 % der blinden Menschen leben in den Entwicklungsländern. Dort ist das Risiko zu erblinden zehnmal größer als in den reichen Industrienationen. Grund dafür sind die hohe Armut und fehlende Ressourcen in der medizinischen Versorgung. Statistisch gesehen ist in Afrika ein Augenarzt für 1 Millionen Menschen zuständig (Deutschland etwa 13.000).

Während in Deutschland und anderen Industrieländern das Thema Inklusion in Schulen und auf dem Arbeitsmarkt immer stärker in den Fokus rückt, bleibt in den Entwicklungsländern 90 % der blinden Kindern eine Schulbildung verwehrt. 80 % der Erwachsenen blinden Menschen sind deshalb später arbeitslos und bleiben somit in ärmlichen Verhältnissen stecken. Staatliche Zuwendungen, wie ein monatliches Blindengeld oder Ähnliches, gibt es zumeist nicht. Zudem müssen blinde Menschen in Entwicklungsländern oftmals mit totaler Isolierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung leben.Blindheit bedeutet also in vielen Entwicklungsländern oftmals einen Armutskreislauf, aus dem betroffenen Menschen gar nicht oder nur sehr schwer ausbrechen können. Dabei würden sich etwa 75 % der Erblindungen weltweit vermeiden lassen. Jedoch fehlt es gerade in den Entwicklungsländern an medizinischen Personal oder an den finanziellen Möglichkeiten der betroffenen Menschen.

Trotz so mancher Schwierigkeiten und Herausforderungen, die eine Blindheit oder Sehbehinderung auch hierzulande mit sich bringt, muss gesagt werden, das es blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland gut bis sehr gut geht. Man hat in Deutschland Zugang nahezu allen weltweit verfügbaren Hilfsmitteln und bekommt bei der Beschaffung finanzielle Unterstützung von den einzelnen Bundesländern. Des Weiteren ist es auch als blinder oder sehbehinderter Mensch möglich eine normale Schulausbildung zu genießen und später einen Arbeitsplatz zu bekommen. Es gibt zwar auch hierzulande noch einige Schwierigkeiten und viel zu tun, jedoch sind diese Probleme klein in Relationen zu den Lebensverhältnissen von blinden Menschen in Entwicklungsländern.

Vorurteile über blinde Menschen: Der Faktencheck

Blinde Menschen sehen sich oft mit Vorurteilen konfrontiert. Diese Vorurteile stehen eine gelungene Inklusion des Öfteren im Wege, auch wenn sie selten böswillig gemeint sind.

Doch was ist eigentlich dran an diesen Vorurteilen? Perspektivwechsel unterzieht die gängigsten Vorurteile einem Faktencheck und klärt auf.

Blinde Menschen sehen schwarze Dunkelheit

Stimmt nicht!

Zunächst einmal kommt es darauf an, ob ein Mensch blind oder sehbehindert ist. Sehbehinderte Menschen können in der Regel noch zwischen hell und dunkel unterscheiden und Umrisse wahrnehmen. Aber auch ganz blinde Menschen sehen in der Regel nicht schwarz.

Auch hier muss zwischen den einzelnen Arten von Blindheit unterschieden werden. Je nach Ursache der Blindheit kann es zum Beispiel sein, dass man eine graue Nebelsuppe oder schwarz-weiß-Figuren vor seinem Auge sieht.

Die meisten Blinden sehen jedoch tatsächlich nichts. Nichts ist hier bei keineswegs mit schwarz oder Dunkelheit gleichzusetzen. Für sehende Menschen ist es nur schwer vorstellbar, da es keine wirklichen Vergleiche hierfür gibt. Am nächsten kommt man dem Nichtssehen vielleicht, wenn man sich vorstellt wie man mit seinem Fuß oder seiner Hand sieht.

Bei Blinden Menschen sind die restlichen Sinne stärker und besser ausgeprägt als bei sehenden Menschen

Stimmt!

Blinde und sehbehinderte Menschen müssen sich viel stärker auf den Gehör-, Tast- und Riechsinn und seltener auch auf den Geschmackssinn konzentrieren, um ihre Umwelt wahrzunehmen.

Es ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen, dass das menschliche Gehirn in der Lage ist, Teile des Sehzentrums, so umzu-strukturieren, sodass Informationen, die von den anderen Sinnen an das Gehirn weiter gegeben werden, im Sehzentrum mit verarbeitet werden. Das Gehirn eines blinden Menschen passt sich also an den Verlust des Sehzentrums an und konzentriert sich auf die restlichen Sinne.

Dass Blinde anstelle des Sehsinns durch ein besonders gutes Gehör Superkräfte entwickeln können und Geräusche aus kilometerweiter Entfernung richtig identifizieren können, entspricht jedoch nicht der Wahrheit und ist eine Übertreibung aus vielen Filmen und Romanen.

Gleichwohl arbeiten immer mehr blinde Menschen als Masseure oder im medizinischen Bereich bei der Erkennung von Brustkrebs, da der Tastsinn bei blinden Menschen stärker ausgeprägt ist.

Blinde Menschen sind nicht in der Lage alleine das Haus zu verlassen

Stimmt Nicht!

Blinde Menschen sind mithilfe ihres Blindenstocks sehr wohl in der Lage das Haus zu verlassen und sich in der Stadt zu orientieren.

Viele erhalten ein so genanntes Mobilitätstraining, bei dem sie wichtige Routen wie zum nächsten Supermarkt, zum Bahnhof oder zur Arbeitsstelle lernen. Viele Blinde mögen es aber auch ihre Umgebung auf eigene Faust zu entdecken.

Blinde Menschen haben keine Hobbys und langweilen sich den ganzen Tag zu Hause

Stimmt Nicht!

Blinde Menschen haben genau wie sehende Menschen Hobbys und Aktivitäten die sie gerne machen.

In der Regel unterscheiden sich diese Hobbys nicht sonderlich von denen der sehenden Menschen. Es gibt blinde Menschen, die sich für Sport interessieren und auch selbst Sport betreiben. Blinde Menschen treffen sich gerne mit Freunden und gehen etwas trinken. Es gibt blinde Menschen, die gerne Spaziergänge machen oder gerne shoppen gehen.

Blinde Menschen sind nicht in der Lage ihren eigenen Haushalt alleine zu strukturieren und sich selbst zu versorgen

Stimmt in der Regel nicht!

Blinde Menschen sind durchaus in der Lage die grundsätzlich Arbeiten im Haushalt wie Kochen oder Aufräumen alleine durchzuführen. Schwierigkeiten könnte es eventuell beim Putzen geben, da es schwer ist, herauszufinden, ob ein Boden wirklich sauber gewischt ist oder nicht.

Kochen ist in der Regel machbar, wobei sich die meisten blinden Menschen am Anfang sehende Hilfe holen. Viele präparieren ihren Herd auch mit Markierungspunkten, damit sie wissen, auf welche Temperatur der Herd eingestellt ist.

Blinde Menschen können nicht alleine einkaufen gehen

Stimmt nicht!

Das blinde Menschen auch alleine ihr Haus verlassen haben wir bereits geklärt. Und auch einkaufen liegt durchaus im Bereich des möglichen.

Zwar ist es für blinde Menschen schwierig bis unmöglich, ganz alleine durch einen Supermarkt oder ein Geschäft zu laufen und die bestimmten Produkte aus den Regalen auszusuchen, jedoch bieten mittlerweile viele Supermärkte und Geschäfte spezielle Einkaufshilfen an.

So kann man sich als blinder Mensch meistens an der Kasse melden und bekommt dann entweder einen Mitarbeiter an die Seite gestellt, der mit einem durch das Geschäft läuft und die gewünschten Produkte holt oder man gibt an der Kasse seinen Einkaufszettel ab und bekommt die Produkte direkt dorthin gebracht.

Online einkaufen ist in den allermeisten Fällen auch komplett ohne sehende Hilfe möglich.

Blinde Menschen können kein Smartphone und keinen Computer benutzen und sind deshalb völlig abgeschnitten von der digitalen Welt

Stimmt nicht!

Wie blinde ein Smartphone nutzen können und wie es sogar als Hilfsmittel eingesetzt werden kann habe ich

Hier

beschrieben.

Die meisten Smartphones und viele Computer haben eine spezielle Software, die blinden Menschen die Bildschirminhalte vorliest. So ist es auch für blinde Menschen möglich im Internet zu surfen und zu chatten. Mittlerweile werden sogar die beliebten Emojis und Fotos beschrieben.

Blinde Menschen sind immer traurig und schlecht gelaunt wegen der Behinderung

Stimmt nicht!

Natürlich hat jeder Blinde auch mal schlechte Tage und ist öfter traurig wegen der Behinderung. Es ist aber keineswegs so, dass blinde Menschen immer nur traurig und enttäuscht in der Ecke sitzen. Die aller meisten haben sich mit ihrem Handikap abgefunden und versuchen das Beste aus der Situation zu machen und führen ein glückliches und zufriedenes Leben. Schlechte Tage gehören ja auch zum Alltag der sehenden Menschen dazu.

Blinde Menschen interessieren sich nicht für Mode und ihr Aussehen

Kann nicht mit stimmt oder stimmt nicht beantwortet werden!

Ähnlich wie bei sehenden Menschen gibt es auch bei blinden Menschen solche, die viel Wert auf ihr Äußeres und Mode legen und andere, denen es relativ egal ist.

Blind zu sein, bedeutet auf jeden Fall nicht automatisch, dass man sich nicht für Mode und seine Kleidung interessiert. Es gibt Menschen, die sich beim Kleiderkauf ganz genau beschreiben lassen wie das Kleidungsstück aussieht und welche Farbe es hat. Mittlerweile gibt es sogar einige Apps, die blinden Menschen die Farbe von Produkten und Kleidungsstücken beschreiben können. Man hält dann das Smartphone mit der Kamera in Richtung des Kleidungsstück und die App erkennt dann mehr oder weniger zuverlässig die Farbe.

Andere wiederrum befühlen das Kleidungsstück ganz genau und entscheiden dann danach, ob es sich schön oder weniger schön anfühlt.

Und dann gibt es noch diejenigen, denen es wirklich egal ist wie die Kleidungsstücke aussehen oder sich anfühlen. Auch im Bereich Frisur oder schminken kann man nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass dies für blinde Menschen uninteressant ist. Viele blinde Frauen schminken sich selbst sehr gerne. Manche lassen sich von Sehenden helfen, aber sehr viele Frauen schminken sich ohne sehende Hilfe.

Auch beim Friseur haben viele Blinde ganz genaue Vorstellungen davon wie ihre Frisur aussehen soll.

Blinde Menschen waren als Kind grundsätzlich auf Blindenschulen

Stimmt nicht mehr!

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit war es selbstverständlich, dass ein blindes Kind auf eine Blindenschule gehen muss. Doch seitdem Deutschland vor zehn Jahren die UN Behinderten Rechts Konvention ratifiziert hat, haben Kinder mit einer Behinderung ein Recht darauf mit nicht behinderten Kindern unterrichtet zu werden. Seitdem gibt es auch immer mehr blinde Kinder, die als Inklusionsschüler auf eine Regelschule gehen. Ich durfte ab dem dritten Schuljahr als Inklusionsschüler mit sehenden Schülern zusammen auf eine Schule gehen und habe 2016 als erster blinder Mensch das Zentralabitur in Hessen an einer Regelschule absolviert.

Nach der Schulzeit werden Blinde Menschen arbeitslos oder arbeiten in Blindenwerkstädten

Stimmt nicht!
Tatsächlich ist erwiesen, dass es Menschen mit einer Behinderung deutlich schwerer haben, einen Job zu finden als Menschen ohne Behinderung. Des Weiteren ist die Arbeitslosenquote bei blinden Menschen wesentlich höher als bei Sehenden. Daraus abzuleiten, dass blinde Menschen grundsätzlich keine Chance haben eine Arbeit zu finden und wenn dann nur in einer Blindenwerkstatt, entbehrt jedoch jeglicher Grundlage. Blinde Menschen arbeiten in fast jeder Branche und in fast jedem Berufsfeld. Viele Blinde machen nach dem Schulabschluss eine Ausbildung oder ein Studium und spezialisieren sich weiter. Zwar erleben blinde Menschen immer wieder, dass Arbeitgeber erst einmal äußerst skeptisch sind, jedoch gelingt es oft die Arbeitgeber positiv umzustimmen und von der Leistungsfähigkeit zu überzeugen.

Blinde Menschen können keine Treppen laufen

Stimmt nicht!

Blinde Menschen können genauso gut wie sehende Menschen eine Treppe benutzen. Der fehlende Sehsinn stellt hier kein großes Hindernis dar. Mit dem Blindenstock können Blinde die Stufen vor sich gut ertasten und wissen somit genau, wann eine Treppe beginnt und wo sie aufhört.

Tipps für den Umgang mit einem blinden Teil drei: Kommunikation und führen

In Der dreiteiligen Serie „tipps für den Umgang mit einem blinden“ gebe ich Tipps wie man in bestimmten Alltagssituationen am besten mit einem blinden umgehen kann. Im ersten Teil ging es um Den ersten Kontakt und Begrüßung,

Der zweite Teil beschäftigte sich mit

Typische Situationen im Straßenverkehr

Und der dritte und letzte Teil gibt Tipps und Anregungen für Gespräche mit einem Blinden und für Das führen und begleiten.

Zunächst noch einmal der Hinweis, dass es sich bei der folgenden Liste nur um Tipps und Anregungen handelt, die aus meiner persönlichen Erfahrung entstanden sind.   Erfahrungsgemäß geht jeder Blinde  Anders mit seiner Behinderung um und hat dem entsprechend oftmals auch andere Vorstellungen davon, was ihm hilft und was nicht.  Die Liste erhebt daher weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf absolute Richtigkeit. Die Tipps sind Des weiteren nicht als Gebrauchsanweisung gedacht, die man bei der Begegnung mit einem blinden Menschen aus der Tasche zieht um sie stur abzuarbeiten. Vielmehr soll es darum gehen, sehenden Menschen ein wenig die Berührungsangst und die Verunsicherung zu nehmen.

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