In eigener Sache: Perspektivwechsel sucht Verstärkung

Ehrenamtlicher Unterstützer:In für Blog-Gestaltung gesucht

Hallo Zusammen!

Ich heiße Johannes, bin 26 und blind. Seit einiger Zeit betreibe ich den Blog derperspektivwechsel.com, auf dem ich über mein Leben mit Blindheit berichte. Zusätzlich berichte ich auf Instagram als blind_in_berlin https://www.instagram.com/blind_in_berlin/ über Das Leben mit Blindheit in der Hauptstadt. Ein entsprechender YouTube Channel ist gerade im Aufbau: https://youtube.com/channel/UC48sVJ7zFHhPcrlgboLtDDg.

Bei Perspektivwechsel geht es

Darum meinem Alltag mit Blindheit in allen Facetten möglichst authentisch dazustellen. Ich bin ein lebensfroher und meistens sehr positiv denkender Mensch und bin glücklich mit der Blindheit. Ich sehe die Behinderung nicht als etwas negatives, sondern als ganz natürlichen und positiven Teil meiner Persönlichkeit. Ich bin ein großer Anhänger der Disability-Pride-Bewegung und der Behindert und verrückt feiern Parade, die jedes Jahr in Berlin stattfindet. Des Weiteren gibt mir mein christlicher Glaube sehr viel positive Energie. Genau das möchte ich auf meinem Blog abbilden: Lebensfreude, bunt, vielfältig, spaß am Leben und viel Humor.

Da ich meinen Blog weiterentwickeln möchte Bin ich auf der Suche nach einem oder mehreren Unterstützer:Innen für die Gestaltung und Planung des Blocks und der Social-Media-Kanäle.

Das sind die Aufgaben:

⁃ Korrekturlesen von Blogeinträgen und Postings

⁃ Mich beim Erstellen Von Fotos und Videos unterstützen(Fotos machen, Videos drehen oder passende Fotomotive recherchieren)

⁃ Unterstützung bei der visuellen Gestaltung Der Webseite und der Social- Media-Kanäle

⁃ Mich durch Berlin begleiten und Fotos und Videos von meinem Alltag mit Blindheit machen

⁃ Das bringst du mit:

⁃ Interesse an Themen wie leben mit Behinderung, Inklusion und Bloggen

⁃ Einfühlsamkeit und Verständnis für die Situation und den Alltag einer blinden Person in Berlin

Interesse am fotografieren, kurz Videos drehen und der Aufbereitung von Inhalten für die verschiedenen Social-Media-Kanäle

Sehr gerne kannst du dich auch Mit Vorschlägen für Beiträge und zur Gestaltung und Weiterentwicklung meiner Kanäle einbringen.

Grundkenntnisse in der Benutzung von Social-Media-Kanälen sind wünschenswert, darüber hinaus sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich.

Das erwartet dich:

⁃ spannende Einblicke in den Alltag einer blinden Person und die Thematik Inklusion

⁃ Die Möglichkeit, ein Projekt weiterzuentwickeln und gemeinsam mit mir ganz neue Ideen zu entwickeln.

⁃ Die Möglichkeit, dich beim Fotografieren, Video drehen und der Arbeit als Blogger ganz ohne Druck und ungezwungen auszuprobieren

⁃ Gute Gespräche über Gott und die Welt und eine gute Gemeinschaft

Da ich den Blog selber ehrenamtlich betreibe, Kann ich dir für die Arbeit keine finanzielle Vergütung zahlen, aber ich spendiere gerne einen Kaffee oder lade dich auch mal auf ein Essen ein.

Hab ich dein Interesse geweckt? Oder kennst du jemanden, für den das interessant sein könnte?

Dann freue ich mich sehr von dir zu hören:

Mail: derperspektivwechsel@gmail.com

wenn die Kraft nicht reicht wenn die Kraft nicht reicht

Wenn die Kraft nicht reicht

dass mir sehende Menschen die Hilfe verweigern und/oder sich über meine Situation lustig machen ist dabei leider keine Seltenheit. Auch beleidigende und diskriminierende Kommentare bezüglich Blindheit oder Hautfarbe gehören zu meinem Alltag dazu. Für mich fühlt es sich dann immer so an, als wäre in dieser Gesellschaft keinen Platz für mich. Das Gefühl nicht dazuzugehören, Weil man eine Behinderung hat ist jedes Mal sehr schmerzvoll. Leider leben wir in einer Gesellschaft, die auf Perfektionismus, Leistungsdruck und Optimierung ausgelegt ist. Menschen die nicht in die Norm passen, weil sie beispielsweise eine Behinderung haben passen nicht ins Muster, weil sie in den Augen von vielen Menschen zu schwach, zu unselbstständig und nicht gut genug sind. In Verbindung mit dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft gegen Ungarn wurde viel darüber gesprochen, dass wir eine offene Gesellschaft sind, in der jeder unabhängig seiner sexuellen Orientierung leben darf. Sehr viele Menschen haben sich für dieses Thema eingesetzt. Ich würde mir wünschen, dass unsere Gesellschaft für das Thema Menschen mit Behinderung genauso sensibel werden würde. laut einer repräsentativen Umfrage unter sehenden Menschen aus dem Jahr 2016 fühlen sich 55 % der Befragten unwohl in der Gegenwart von blinden Menschen. Diese Studie zeigt leider zu deutlich, dass Menschen mit Behinderung immer noch kein normaler und selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sein dürfen. Und ich wünsche mir Menschen um mich herum, bei denen ich einfach ich sein kann, meine Behinderung oder Hautfarbe keine Rolle spielt und bei denen ich nicht ständig das Gefühl haben muss nicht dazuzugehören. Manchmal würde ich viel dafür geben die Blindheit und alles Negative was damit verbunden ist los zu werden. Aber es gibt keinen Ausweg aus der Blindheit, es bleibt nur das weiterkämpfen. Schon morgen kann die Sonne wieder scheinen.auch solche Momente gehören zu meinem Alltag mit Blindheit: eigentlich wollte ich den Freitag Abend gemütlich an der Spree ausklingen lassen. Vom Hackeschen Markt aus wollte ich gemütlich zur Museumsinsel laufen und mich dann an die Spree setzen, um dort die vielen Menschen und die Abendstimmung zu genießen. Vielleicht mit einem Bierchen oder auch einem Döner, an irgendeine Ecke wollte ich mir irgendetwas derartiges besorgen. Am Hackeschen Markt angekommen versuchte ich mir meinen Weg durch die vielen Menschen und die Tische und Stühle der Außengastronomie zu bahnen. Doch so sehr ich mich auch bemühte, immer wieder verlief ich mich und schaffte es nicht den Weg zur Spray zu finden. Leider versagte auch mein Google Maps, es führte mich immer wieder im Kreis herum und war somit keine Hilfe. Die vielen Menschen waren zwar in bester Stimmung, aber in Sachen Hilfsbereitschaft eher eine große Enttäuschung. Entweder ignorierten sie meine Fragen oder machten sich darüber lustig, dass eine blinde Person sich am Hackeschen Markt wieder und wieder verläuft. Nach einer halben Stunde vergeblicher Suche gab ich einfach auf…
Ich hatte keine Kraft mehr mich zu verlaufen, den Lärm und die vielen Menschen um mich herum zu ertragen und auszuhalten, dass sehende Menschen sich über meine Situation lustig machen. Enttäuscht, frustriert und deprimiert fuhr ich wieder nach Hause. Aus dem schönen Freitag Abend ist eine ziemlich traurige Angelegenheit geworden… In diesen Situationen fühle ich mich schwach, hilflos und klein. Während es für die meisten Menschen keine Schwierigkeit ist freitags abends einfach mal gemütlich an die Spree zu gehen bin ich gestern an dieser Aufgabe gescheitert und musste noch erleben, dass sich andere Menschen über meine Situation lustig machen. In diesen Momenten wird mir bewusst, dass meine Blindheit doch eine ziemlich große Einschränkung ist, größer als ich es mir selber manchmal eingestehen möchte. dass mir sehende Menschen die Hilfe verweigern und/oder sich über meine Situation lustig machen ist dabei leider keine Seltenheit. Auch beleidigende und diskriminierende Kommentare bezüglich Blindheit oder Hautfarbe gehören zu meinem Alltag dazu. Für mich fühlt es sich dann immer so an, als wäre in dieser Gesellschaft keinen Platz für mich. Das Gefühl nicht dazuzugehören, Weil man eine Behinderung hat ist jedes Mal sehr schmerzvoll. Leider leben wir in einer Gesellschaft, die auf Perfektionismus, Leistungsdruck und Optimierung ausgelegt ist. Menschen die nicht in die Norm passen, weil sie beispielsweise eine Behinderung haben passen nicht ins Muster, weil sie in den Augen von vielen Menschen zu schwach, zu unselbstständig und nicht gut genug sind. In Verbindung mit dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft gegen Ungarn wurde viel darüber gesprochen, dass wir eine offene Gesellschaft sind, in der jeder unabhängig seiner sexuellen Orientierung leben darf. Sehr viele Menschen haben sich für dieses Thema eingesetzt. Ich würde mir wünschen, dass unsere Gesellschaft für das Thema Menschen mit Behinderung genauso sensibel werden würde. laut einer repräsentativen Umfrage unter sehenden Menschen aus dem Jahr 2016 fühlen sich 55 % der Befragten unwohl in der Gegenwart von blinden Menschen. Diese Studie zeigt leider zu deutlich, dass Menschen mit Behinderung immer noch kein normaler und selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sein dürfen. Und ich wünsche mir Menschen um mich herum, bei denen ich einfach ich sein kann, meine Behinderung oder Hautfarbe keine Rolle spielt und bei denen ich nicht ständig das Gefühl haben muss nicht dazuzugehören. Manchmal würde ich viel dafür geben die Blindheit und alles Negative was damit verbunden ist los zu werden. Aber es gibt keinen Ausweg aus der Blindheit, es bleibt nur das weiterkämpfen. Schon morgen kann die Sonne wieder scheinen.

Perspektivwechsel goes YouTube

Es gibt mal wieder spannende Neuigkeiten rund um meinen Blog Perspektivwechsel zu berichten. Um noch mehr Menschen zu erreichen gehe ich ab sofort neue Wege, ohne die bisher eingeschlagenen Wege zu vernachlässigen. seit neusten gibt es Perspektivwechsel auch auf YouTube! seit neusten gibt es Perspektivwechsel auch auf YouTube! Auf dem Kanal werde ich ab sofort spannende Videos rund um mein Leben mit Blindheit in Berlin einstellen. Zum Kanal geht es Hier entlang. Bisher findet ihr dort das erste hochgeladene Begrüßungs Video, aber schon bald wird es dort sehr viel mehr zu sehen geben. Schaut euch das Video an, abonniert den Channel und teilt es fleißig, damit noch mehr Menschen zu einem Perspektivwechsel eingeladen werden.

Damit wächst die Welt von Perspektivwechsel um eine weitere Plattform an. Neben der Homepage derperspektivwechsel.com gibt es den Blog mittlerweile auch auf Instagram, Facebook und YouTube .

Während es hier auf der Homepage vor allem Texte und Artikel sind gibt es bei Facebook und Instagram vor allem Fotos und kurz Videos mitten aus meinem alltäglichen Leben. YouTube konzentriert sich vor allem auf etwas längere Videos, in denen ich auch von meinem Leben Berichte und einiges zeigen werde.

Es würde mich freuen wenn ihr mir auf allen Kanälen folgen würdet.

Blinde Menschen und die Liebe

Erst vor kurzen war er wieder da, der Tag, der jedes Jahr bei manchen für große Glücksgefühle sorgt und bei anderen nur zu Kopfschütteln oder Ablehnung führt. Die Rede ist vom Valentinstag, dem Tag der Liebe und Liebenden. Für Perspektivwechsel ist dieses Ereignis Grund genug über das Thema Liebe bei blinden Menschen zu berichten und dabei mit so manchen Vorurteilen aufzuräumen.

Wie verlieben sich Blinde? Was finden blinde Menschen am anderen Geschlecht attraktiv? Sind blinde Menschen wirklich nicht oberflächlich und schauen nur auf die inneren Werte? Wie verhält es sich mit der Sexualität? Und was halten blinde Menschen von Sprüchen wie „Liebe macht blind?“

Es gibt ziemlich viele Fragen, zu denen ich etwas schreiben könnte. Zunächst ist aber entscheidend, dass nicht alle blinden Menschen gleich sind. Das zeigt sich besonders bei so persönlichen Themen wie die Liebe. Das was für mich große Bedeutung hat kann für einen anderen Blinden völlig bedeutungslos sein. Wenn ich hier über das Thema Blindheit und die Liebe schreibe berichte ich deshalb sehr viel von meinen eigenen Erfahrungen und Emfindungen. Manches davon mag auch für andere Blinde gelten, manches hat auch gar nichts mit einer Behinderung zu tun. Aber lies selbst:

Liebe ist Liebe

Bevor wir über die Unterschiede beim verlieben und lieben zwischen blinden und sehenden Menschen sprechen, müssen wir erst einmal über etwas reden, was für alle gleich sein dürfte; nämlich die Liebe selbst. Als ich noch in einer Beziehung war wurde ich immer wieder gefragt, wie denn eine Beziehung mit einer sehenden Frau funktionieren kann? Seit dem ich wieder alleine bin und das Thema Partnersuche wieder aktueller geworden ist fragen mich die Leute, wie sich denn Blinde Menschen verlieben können? Die Antwort darauf ist verblüffend einfach: „Love is the answer!“ Liebe ist Liebe! Liebe ist etwas, was mit starken Emotionen und Gefühlen zu tun hat und das funktioniert bei blinden Menschen genau so wie bei nicht blinden Menschen. Liebe kennt keine Behinderung, keine Hautfarbe und keine Nationalitäten. Liebe ist etwas zutiefst menschliches. Das ist eine von vielen tollen Eigenschaften von Liebe. Da sich Liebe für blinde Menschen genauso anfühlt wie viele sehende Menschen reagieren viele blinde oft eher genervt auf Sprüche wie Liebe macht blind, deshalb müssen blinde Menschen ja voll von Liebe sein. Wenn ich hier also über blinde Menschen und Liebe schreibe sollte man dies immer im Hinterkopf behalten. Wir kommen später nochmal darauf zurück… ich denke dass der Spruch eher ausdrücken soll, dass man im verliebten Zustand nur noch Sinn für den Partner der Wahl hat und das Leben außen rum völlig ausblendet und manchmal auch über Eigenschaften des Partners hinweg sieht, die einem ansonsten vielleicht eher unsympathisch sind.

Nachdem wir das mit den Gefühlen geklärt haben können wir auch über so manche unterschiede beim lieben sprächen. Und die begegnen uns beispielsweise, wenn wir darüber reden, was ich als blinder Mann an einer Frau attraktiv finde. Während sich bei sehenden Menschen alles um das aussehen dreht stehen für mich andere Dinge im Mittelpunkt. So interessiert mich, und sicherlich die meisten Blinden in erster Linie die Stimme des Gegenübers.. Die Stimme des Gegenübers ist für mich vermutlich dass, was für sehenden Menschen die Körperfigur ist. Und hieran lässt sich auch gut erkennen, dass eben nicht jeder blinde die gleichen Vorlieben hat. Während der andere eine eher hohe stimme attraktiv findet fühlt sich ein anderer stärker von einer tieferen Stimme hingezogen. Aber nicht nur der klang der Stimme ist interessant, sondern auch Dinge wie Sprachmelodie, Sprechgeschwindigkeit und Aussprache. Auch hier gibt es keine allgemein gültigen Merkmale, die für alle blinde Menschen gleich spannend sind. Neben der Sprachmelodie achte ich zum Beispiel stärker auf das Lachen einer Frau.

Eine weitere wichtige Sache ist für mich der Geruch einer Frau. Und das ist gar nicht so komisch oder ausgefallen, wie es vielleicht im ersten Moment klingen mag. Wenn ich Menschen erzähle, dass der Geruch für mich eine sehr wichtige Rolle bei der Partnersuche spielt reagieren die aller meisten sehr verwunderlich und fragen, ob sie stinken würden. Dabei geht es hier um ganz andere Dinge. Es geht um den ganz eigenen natürlichen Körpergeruch eines jeden. Und da gibt es erstmal niemanden, der von Natur aus stinkt. Ähnlich wie bei der Stimme oder auch für sehende bei der Körperfigur gibt es Gerüche, die ich attraktiver finde und Gerüche, die mich weniger stark anziehen. Übrigens haben Wissenschaftler herausgefunden, das beim verlieben Pheromone eine entscheidende Rolle spielen. Pheromone sind im Grunde genommen die Duftstoffe des eigenen Körpers, die jeder von uns abgibt. Wenn sich zwei Menschen begegnen steigen uns die Pheromone in die Nase. Beim verlieben spielt dies eine wichtige Rolle. So entscheidet unser Gehirn u.A. anhand der Pheromone, ob wir unseren gegenüber auch sexuell anziehend finden oder nicht. Dies geschieht in Sekundenschnelle noch bevor Menschen miteinander gesprochen haben und zumeist auch bevor man den ersten intensiveren Blickkontakt hatte. Zudem ist keiner unserer Sinne so stark mit dem. Gehirn verknüpft wie unser Geruchssinn. Du merkst: so seltsam ist es also gar nicht, wenn dir eine blinde Person sagt, für sie sei der Geruch einer Person wichtig. Und da haben wir wieder etwas gefunden, was bei blinden und sehenden Menschen grundsätzlich gleich ist. Der Unterschied liegt hierbei eigentlich nur darin, dass ich als blinder bewusster auf den Geruch achte, während er bei sehenden Menschen zunächst eher unterbewusst eine Rolle spielt.

Nach dem kurzen Exkurs in den Biologieunterricht wenden wir uns nun wieder praktischeren Fragen zu und wollen die frage klären, ob es stimmt, dass blinde Menschen grundsätzlich weniger oberflächlich sind. Und auch hier muss mit einem sich hartnäckig haltenden Vorurteil aufgeräumt werden. Ob ich bei der Partnersuche mehr auf äußere Merkmale Wert lege oder nicht hat nichts damit zu tun, ob ich blind bin oder nicht! Wenn ich meinen Partner nur nach dem klang der Stimme und dem Körpergeruch auswähle hat das genau so wenig mit Inneren Charaktereigenschaften zu tun, wie wenn eine sehende Person nur auf einen möglichst durchtrainierten Körper Wert legt. Es hat sehr viel mit der eigenen Persönlichkeit zu tun worauf ich bei der Partnersuche achte. Vielleicht kann man argumentieren, dass die Stimme eines Menschen viel natürlicher ist, als das Geschminkte Gesicht einer Frau oder die hoch gegelten Haare eines Mannes. Die Schönheitsindustrie kümmert sich nun mal vor Allem um das Aussehen. Die Stimme lassen wir dabei(glücklicherweise) außen vor. Oder kennst du jemanden, der freiwillig vor einem Date eine ordentliche Priese Helium inhaliert? Keine Gute Idee und bitte keinen Selbstversuch starten!

Bei der Stimme können blinde Menschen also sagen, dass sie weniger stark von Verschönerungen betroffen sind und einen natürlicheren Eindruck bekommen. Damit ist es jedoch auch schon wieder vorbei, wenn wir nochmal über den Geruch sprechen. Denn dieser kann durch Parfüm, Deo oder Shampoo stark beeinflusst werden. Das ist dann für blinde Menschen wie das Outfit für sehende Menschen. Die Körperfigur ist die eine Sache, aber wie sich eine Person anzieht und stylet ist sicherlich auch nicht unwichtig. Für mich ist gerade der natürliche Körpergeruch einer Frau kombiniert mit ihrem Parfüm oder Shampoo interessant. Weil jeder einen individuellen Körpergeruch hat riecht ein und das selbe Parfüm bei zwei verschiedenen Frauen auch unterschiedlich. Das ist ähnlich wie das mir ein T-Shirt gut stehen kann und bei einem anderen Typen überhaupt nicht passend aussieht. Und du hast es bestimmt schon gemerkt: schon wieder eine Ähnlichkeit zwischen Blinden und Sehenden.

Neben Stimme und Geruch gibt es noch weitere Merkmale, die bei der Partnersuche eine Rolle spielen. Diese sind aber von Typ zu Typ sehr unterschiedlich. Bei mir passiert beispielsweise viel über den Händedruck oder das Umarmen. Natürlich spielen für mich auch Dinge wie Körperfigur oder der Kleidungsstil einer Frau eine wichtige rolle. Bei solchen Dingen ist jedoch die Schwierigkeit, dass ich durch die Blindheit in der Regel keine Möglichkeit habe zu Erfahren, wie die Körperfigur einer Frau ist. Das Problem liegt auf der Hand: wenn mich die Brüste einer Frau interessieren müsste ich sie berühren, um zu wissen, wie sie aussehen. Das ich allerdings nicht einfach wildfremde Frauen anfasse muss nicht extra erwähnt werden. Bis zu einem gewissen Punkt bekommt man Informationen über den Körperbau über die Stimme des anderen und auch ein Stück weit beim Umarmen. Alles andere gehört solange in die Fantasie, bis man mit jemanden intimer wird und der Gegenüber bereit ist, mir auch diesen Bereich zu öffnen. Schon etwas einfacher ist es da mit Dingen wie der Kleidungsstil. Da bekommt man zum Beispiel relativ viel von mit, wie sich der Stoff einer Person anhört, wenn sie sich bewegt. Manche Stoffe rascheln bei der Bewegung stärker als andere. Hat eine Frau beispielsweise Schuhe mit Absätzen an hört es sich ganz anders an, wie wenn sie Schuhe ohne Absätze trägt oder mit Flip Flops herumläuft. Ist eine Frau Fan von Armbändchen hört man das meistens auch, wenn eine Frau ihren Arm bewegt oder einen die Hand gibt.

Nun fragst du dich vielleicht noch, wie es sich bei blinden Menschen mit der Sexualität verhält. Erinnerst du dich noch an den Anfang des Textes? Keine Angst! Bevor du jetzt genervt hochscrollst verrate ich dir, dass wir darüber gesprochen hatten, das Liebe ein Gefühl ist, was keine Behinderungen, Geschlechter oder Nationalitäten kennt. Nicht viel anders ist es mit dem Thema Sex. Das Verlangen nach Sex ist auch etwas, was mit bestimmten Hormonen und Emotionen zu tun hat. Ich sage immer: „Meine Blindheit ist eine Sinneseinschränkung und keine Gefühlseinschränkung!“ Blinde Menschen haben genau wie sehende Menschen das Verlangen nach Sex. Und natürlich haben blinde Menschen mit ihren Partnern auch ganz normalen Sex! Die Blindheit wirkt sich hier in keinster Weise auf die Sexualität aus.

Zu guter letzt müssen wir noch darüber sprechen, das die Blindheit nur eine von ziemlich vielen Eigenschaften von Menschen wie mir ist. Das Wissen wirkt sich auch auf meine Partnersuche aus. Natürlich warte ich auf die Frau, die mich mit meiner Blindheit liebt und mich auch in den damit verbundenen Schwierigkeiten unterstützt. Aber meine zukünftige Partnerin muss auch mit meinen verrückten Ideen die ich manchmal habe und dann alles daran setze sie in die Tat umzusetzen klarkommen, oder mit meinem Humor, oder damit dass ich Christ bin, das ich Fußball spiele, dass ich eher ein romantisch veranlagter Mensch bin, dass ich oft eher emotional rational bin dass ich das Großstadtleben liebe, dass ich mich immer noch wie ein kleines Kind freue, wenn ich U-Bahn fahren kann, oder dass ich manchmal Nachts um 3:00 Uhr Döner oder Sushi bestelle, oder, oder oder… Jeder Mensch hat so viele verschiedene Eigenschaften, die ihn besonders und einzigartig machen und das ist auch bei blinden Menschen nicht anders. Mit einer Frau, die mich nur auf das blind sein reduziert(egal ob das für sie positiv oder negativ ist) wird es wahrscheinlich schwierig eine Beziehung zu führen, weil ich mehr bin als nur meine Blindheit. Genau so darf ich nicht nur darauf schauen, was eine Frau über meine Blindheit denkt, sondern muss den ganzen Menschen sehen und dann muss man gemeinsam schauen, ob man bereit ist das ganze Leben miteinander zu teilen.

Auf das 2021 ein Jahr der Hoffnung und Zuversicht werde

2020 ist fast vorbei und in der jüngeren Vergangenheit gab es wohl kaum ein Jahr, an dessen Ende so viele Menschen froh und dankbar sein werden dass es vorbei ist. Da war das Coronavirus, was unser aller Leben verändert und eingeschränkt hat. Doch gab es nicht nur Einschränkungen, sondern leider auch viel zu viel Leid und Trauer, die die Pandemie über viele Familien herein gebracht hat. Und wer daran zweifelt möge einen Blick in die Krankenhäuser Der Republik werfen.

Was bleibt am Ende übrig von einem Jahr, in dem wir täglich mit Negativschlagzeilen konfrontiert wurden? Was bleibt übrig von einem Jahr, was für viele Menschen hauptsächlich ein Jahr in Isolation und Einsamkeit war, weil man Freunde, Verwandte und Familie nicht oder nur sehr eingeschränkt treffen durfte? Und was bleibt übrig von einem Jahr, an dessen Ende sich viele Menschen fragen wie wird es weitergehen mit der Pandemie, den wirtschaftlichen Folgen und für mich ganz persönlich?

In den letzten Wochen machte die Nachricht von In den letzten Wochen machte die Nachricht von verfügbaren Impfstoffen weltweit Runde und sorgte für hoffnungsvolle Stimmungauch in Deutschland und Europa wird seit einigen Tagen geimpft. Um zu dürfen wir zumindest mit der Hoffnung in das neue Jahr gehen, dass sich langsam aber sicher eine Wende hin zum guten einstellen wird. Auch wenn die harten Maßnahmen auch noch eine ganze Weile im neuen Jahr Bestand haben werden; Der Start der Kampagne kann das lang ersehnte Licht am Ende des Tunnels sein.

Doch dieses Jahr war auch mehr als nur Corona. Wie in jedem Jahr gab es für alle Menschen positive und negative Ereignisse. Für mich persönlich war es alles andere als ein einfaches und schönes Jahr, und so blicke auch ich auf ein in vielerlei Hinsicht schwieriges und trauriges Jahr zurück.

Doch trotzdem dürfen wir hoffen! Hoffen, dass 2021 ein Jahr der Hoffnung, der Zuversicht und der Freude werden kann. Das gilt sowohl für die Pandemie, als auch für die persönlichen Herausforderungen, die jeden einzelnen von uns erwarten werden.

Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, wie ich als Perspektivwechsel ein solches Jahr angemessen beenden kann.sollte ich noch einen Jahresrückblick schreiben, in dem ich alle wichtigen Ereignisse, Daten, Zahlen und Fakten des Jahres chronologisch aufliste? Oder von meinen persönlichen Höhen und Tiefen schreiben?

Die Wahrheit ist: ich habe keine Worte um angemessen zu beschreiben was dieses Jahr ausgemacht hat. Ich habe keine Worte, die das viele Leid, die Trauer und die Einsamkeit von vielen Menschen angemessen beschreiben könnten.ich habe auch keine Worte dafür, was dieses Jahr in mir persönlich gemacht hat. Aber ich habe Hoffnung darauf, dass 2021 ein besseres Jahr wird. Ich persönlich habe Hoffnung darauf, dass es einen Gott gibt der seine Menschheit und seine Erde nicht im Stich lässt und auch im neuen Jahr mein Begleiter sein wird.

Da ich diese Hoffnung nicht selbst in Worte fassen kann möchte ich das Jahr mit zwei Songtexten beenden, die mich persönlich sehr bewegen.

Es sind Lieder der Hoffnung, der Zuversicht und des Glaubens und besseren Zeiten.Ein Lied ist ein sehr bekanntes Kirchenlied und das andere Lied ist ein aktuelles Lied aus dem Single Charts.Ich möchte diese Texte einfach kommentarlos nebeneinander stellen, und hoffe dass meine Leser durch die Texte etwas von der Hoffnung spüren, wie mir diese Lieder auch geben.und des Glaubens und besseren Zeiten.Ein Lied ist ein sehr bekanntes Kirchenlied und das andere Lied ist ein aktuelles Lied aus dem Single Charts.Ich möchte diese Texte einfach kommentarlos nebeneinander stellen, und hoffe dass meine Leser durch die Texte etwas von der Hoffnung spüren, wie mir diese Lieder auch geben.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes, gesegnetes neues Jahr und viel Kraft, Zuversicht und Hoffnung.

Bis ins neue Jahr, wo es dann weitere Artikel zum Thema Leben mit Blindheit auf Perspektivwechsel geben wird.

Von guten Mächten: Dietrich Bonhoeffer 1944(Strophen 1, 2, 5 und 7)

Von guten Mächten treu und still umgeben,

behütet und getröstet wunderbar,

so will ich diese Tage mit euch leben

und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,

noch drückt uns böser Tage schwere Last.

Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen

das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,

die du in unsre Dunkelheit gebracht,führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.

Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Sarah Connor: Bye Bye, 2020

Ich hab‘ heute nichts zu tun

Und die Welt hat heute zu

Ich hau‘ mich einfach wieder hin

Denn alles andre macht ja eh kein’n Sinn

Jaja, alles okay

Ich bin okay, aber ne, eigentlich nicht

Denn aus meiner Sicht reicht es langsam

Ich hab‘ keine Lust mehr

Könn’n wir vorspul’n

Und so tun, als wär alles wieder gut?

Und dann feiern wir ’ne fette Party

Laden alle unsre Freunde ein

Steh’n extra ganz dicht beieinander

Und stoßen an aufs Zusammensein

Alt und jung und groß und klein

Keiner mehr zuhaus allein

Weißt du, wovon ich grad am liebsten träum‘?

Dass du mich weckst und sagst, „Es ist vorbei!“

Bye-bye, bye-bye

Dass du mich weckst und sagst, „Es ist vorbei!“

Bye Bye, Bye Bye,

Ich hab‘ Ziegen gemolken

Und Olivenöl gepresst

Hab‘ ’n Kräuterweg gepflanzt

Hab‘ mehr meditiert gegen den Stress

Jaja, ich hätt auch gern ’ne neue Sprache gelernt

Und ganz viel Sport gemacht

Hab‘ ich aber nicht, leider nicht

Und auch nicht genug gelacht

Beim Lernen mit den Kids nur die Hälfte geschafft

Könn’n wir bitte, bitte vorspul’n

Und so tun, als wär alles wieder gut?

Und dann feiern wir ’ne fette Party

Laden alle unsre Freunde ein

Steh’n extra ganz dicht beieinander

Und stoßen an aufs Zusammensein

Alt und jung und groß und klein

Keiner mehr zuhaus allein

Weißt du, wovon ich grad am liebsten träum‘?

Dass du mich weckst und sagst, „Es ist vorbei!“

Bye-bye, bye-bye

Es ist vorbei

Der ganze Sch**ß mit dem Abstand

Ich will nur zurück nach Island

Ich will Nähe und Spaß

Und mit dir trinken aus demselben Glas

Und stell dir vor, du hast ’n Wunsch frei

Ja, dann feiern wir ’ne fette Party

Laden alle unsre Freunde ein

Steh’n extra ganz dicht beieinander

Und stoßen an aufs ZusammenseinAlt und jung und groß und klein

Keiner mehr zuhaus allein

Weißt du, wovon ich grad am liebsten träum‘?

Dass du mich weckst und sagst, „Es ist vorbei!“

Bye-bye, bye-bye

Es ist vorbei